Markenlexikon

Tupperware

USA

1933 entwickelten Forscher des britischen Chemiekonzerns Imperial Chemical Industries (ICI) einen durchsichtigen, unzerbrechlichen und chemisch unangreifbaren Kunststoff, der aus Polymerisation von Erdöl oder Erdgas gewonnen wird (Polyäthylen). Polyäthylen eignet sich besonders gut für die Herstellung von Verpackungsfolien, Isolierungen, Rohren, Dichtungen, Verteilerdosen, Auskleidungen, Eimern, Schüsseln, Kanistern, Plastikflaschen, Dosen oder ähnlichen Haushaltsartikeln.

1938 gründete der Chemiker Earl Silas Tupper (1907 – 1983) in Leominster/Massachusetts eine Firma, die zunächst Plastikprodukte für das Militär aus Polyäthylen designte, u.a. Gasmasken, Signallampen und Kanister. Ab 1946 produzierte die Tupper Company Haushaltsartikel wie Plastikschüsseln, Zahnputzgläser, Zahnbürsten und Zigarettenkisten. Berühmt wurde vor allem die Poly-T-Dose, die 1949 einen luftdichten Sicherheitsverschluss bekam. Nachdem die Artikel zunächst über den Einzelhandel verkauft worden waren, führte die Firma 1951 mit den so genannten Tupper-Home-Partys, auf denen Beraterinnen die Produkte bei den Kunden zu Hause vorführten, erklärten und verkauften, eine neue Vertriebsform ein. Heute werden die rund 300 verschiedenen Tupperware-Produkte (Dosen, Kannen, Boxen) auch über das Internet verkauft. Seit 1962 sind die Tupperware-Produkte in Deutschland erhältlich. Inzwischen veranstalten die rund 55.000 deutschen Tupperware-Beraterinnen jedes Jahr etwa 1,5 Millionen Tupperpartys mit über vierzehn Millionen Gästen.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:54