Markenlexikon

Sennheiser

Deutschland

Fritz Sennheiser (1912 – 2010) wollte eigentlich Gartenarchitekt werden. Weil dieser Beruf damals jedoch nicht sonderlich gefragt war, studierte er schließlich Nachrichtentechnik. 1945 begann er gemeinsam mit sieben Mitarbeitern in seinem »Labor W« (das »W« steht für den Ort Wennebostel, dem damaligen Sitz der Firma) zunächst Strommessgeräte zu bauen. Schon kurz darauf entstand das erste Sennheiser-Mikrofon DM 1 (1946), das vor allem im Rundfunk zum Einsatz kam. 1958 brachte die inzwischen in Sennheiser Electronic umbenannte Firma die drahtlose Mikrofonanlage Mikroport auf den Markt. Der Durchbruch gelang Sennheiser 1968 mit dem weltweit ersten offenen Kopffhörer HD-414. Dieses für damalige Verhältnisse extrem leichte Modell avancierte in den frühen 1970er Jahren zum meistverkauften HiFi-Kopfhörer der Welt (über eine Million Stück in sechs Jahren). 1991 erwarb Sennheiser die 1928 von Georg Neumann in Berlin gegründete Georg Neumann GmbH, die mit dem Kondensator-Mikrofon CMV3 (Neumann-Flasche) berühmt geworden ist, und 2005 die Klein + Hummel GmbH (Lautsprecher, Studiomonitore). Das Unternehmen produziert in Wennebostel (heute ein Teil der Gemeinde Wedemark), Burgdorf, Tullamore (Irland) und Albuquerque (USA) Mikrofone, Kopfhörer, Konferenz- und Informationstechnik, Headsets für die Luftfahrt sowie den PC-, Office- und Call-Center-Markt, Produkte für Schwerhörige (Hörhilfen) sowie Lautsprecher und Studiomonitore (K+H).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:54