Markenlexikon

Lexmark

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Der Computerkonzern IBM stellte zunächst Lochkartenmaschinen, Waagen, Stechuhren und Tabelliermaschinen her, später dann auch Schreibmaschinen, Computer und Drucker. Da bei IBM schon immer alles etwas teurer war als bei anderen Firmen, sah man wohl Ende der 1980er Jahre keine Chance mehr, gegen die wesentlich preiswerteren Weltmarktführer HP (Hewlett-Packard), Canon und Epson zu bestehen und verkaufte die Schreibmaschinen-, Tastatur- und Drucker-Abteilung 1990 kurzerhand an die Investmentfirma Clayton, Dubilier & Rice. Die gründete ein Jahr später das neue Unternehmen Lexmark International Inc., das nach dem Firmensitz in Lexington/Kentucky benannt wurde. Und nun gab es plötzlich auch preiswerte Drucker. 1995 ging das Unternehmen an die New Yorker Börse; bis 1998 veräußerte Lexmark Clayton, Dubilier & Rice seine Lexmark-Anteile. 2002 beendete Lexmark die Herstellung elektrischer Schreibmaschinen, die Entwicklung der Tintenstrahldrucker wurde 2013 eingestellt; die Produktionsfabrik auf den Philippinen soll bis Ende 2015 geschlossen werden. Die Patente und Technologien erwirbt die japanische Funai Electric Company Ltd. Lexmark produziert nun vor allem Laser- und Matrix-Formulardrucker sowie entsprechendes Zubehör. Darüber hinaus bietet das Unternehmen eine Vielzahl von Druck- und Druckmanagementlösungen an.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:52