Markenlexikon

Fila

Italien

Obwohl Giansevero Fila und seine drei Brüder bereits 1911 in Biella (Piemont) mit der Produktion von Strickwaren begann und ab 1926 auch Unterwäsche herstellten, kam die erste Sportbekleidung erst 1973 auf den Markt – zunächst Shirts für Tennisspieler. Einer der ersten Fila-Träger war der damals sehr erfolgreiche schwedische Tennisspieler Björn Borg. Ab Mitte der 1970er Jahre gründete Fila Niederlassungen in Frankreich, Deutschland und den USA. 1983 wurde das Unternehmen von dem Chemiekonzern Snia (Societá Nazionale Industria Applicazioni Viscosa) übernommen. Im gleichen Jahr kamen auch die ersten Turnschuhe auf den Markt, die jedoch noch von anderen Firmen bezogen wurden. 1988 ging Fila mehrheitlich in den Besitz der Finanzholding Gemina, einer Tochter des Fiat-Konzerns, über. Anfang der 1990er Jahre konzentrierte sich Fila ganz auf die Produktion von Sportartikeln (Bekleidung, Schuhe und Hardware für Sportarten wie Basketball, Fußball, Laufsport, Golfsport, Radrennsport). 1996 verkaufte Gemina ihren 53-prozentigen Anteil an die Industrieholding HdP (Holding di Partecipazioni Industriali). Von 2003 bis 2007 gehörte Fila zur New Yorker Firma Sport Brands International (SBI), einer Tochter des US-Investmentfonds Cerberus Group. Die südkoreanische Fila-Tochter wurde 2005 im Rahmen eines Management-Buy-Outs von Yoon-Soo (Gene) Yoon übernommen. 2007 erwarb die Holdinggesellschaft GLBH Holdings (Global Leading Brands House), die luxemburger Muttergesellschaft der Fila Korea Ltd., von Cerberus auch alle anderen Fila-Unternehmensteile, u.a. Fila Luxembourg (Eigentümer der weltweiten Fila-Markenrechte), Fila USA und Fila Retail. 2008 verkaufte GLBH Holdings die regionalen Fila-Unternehmen im EMEA-Wirtschaftsraum (Europa, Naher Osten, Afrika) und Indien an ein Management-Team unter Leitung von Stefano di Martino.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51