Markenlexikon

Branche: Fototechnik

Yashica

Japan

Die Ursprünge von Yashica gehen auf die 1949 in Nagano gegründete Firma Yashima Kogaku Seiki zurück, einen Hersteller optischer Bauteile. Yashima war eine Kurzform von Yoshihama, des japanischen Wortes für die acht Inseln, aus denen Japan besteht. 1953 brachte Yashima erstmals eine zweiäugige Spiegelreflexkamera auf den Markt (Yashimaflex). 1957 wurde das Unternehmen in Yashica Company umbenannt, wobei Yashica ein Akronym aus »Yashima« und »Camera« war. 1958 übernahm Yashica die Nicca Camera Company, einen Hersteller von Mess-Sucherkameras. 1959 kam die Kleinbild-Spiegelreflexkamera Yashica Pentamatic auf den Markt, 1965 folgte die Sucherkamera Yashica Electro-35. 1975 erwarb Yashica von Zeiss die Herstellungsrechte der deutschen Contax-Kameras. Unter beiden Markennamen wurden Spiegelreflex-, Sucher- und Kompaktkameras vermarktet, wobei Contax den höherwertigen Modellen vorbehalten war. Ab 1998 gab es von Contax auch eine professionelle Mittelformat-Spiegelreflexkamera (Contax 645). 1968 erwarb Yashica den Objektivhersteller Tomioka, der seit 1953 die Objektive für die Yashica-Kameras hergestellt hatte. 1983 wurde Yashica von dem Büromaschinenkonzern Kyocera übernommen; die Markennamen Yashica und Contax blieben jedoch erhalten. Die Digitalkameras wurden in den späten 1990er Jahren als Yashica-Kyocera vermarktet. 2005 beendete Kyocera die Produktion von Kameras, Objektiven und Digitalkameras. Der Markenname Yashica wurde an die JNC Datum Tech International Limited, eine Tochtergesellschaft der MF Jebsen Group aus Hongkong, verkauft. Der Markenname Contax gehört der Carl Zeiss AG, die unter dem traditionellen Markennamen Zeiss-Ikon wieder klassische Messsucherkameras mit hochwertigen Wechselobjektiven produziert. Unter dem Namen Yashica werden nun u.a. Kompakt- und Digitalkameras, Camcoder, MP3/MP4-Player, Fernrohre, mobile DVD-Player und Mobilfunkgeräte vermarktet.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 16.06.2019 | 01:49