Markenlexikon
Die Ursprünge von Yanmar gehen auf die 1912 von Magokichi Yamaoka (1888 – 1962) in Osaka gegründete Firma Yamaoka Hatsudoki Kosakusho zurück, die zunächst stationäre Ölmotoren und Reis-Enthülsungsmaschinen baute. Auch der 1921 eingeführte Name Yanmar weist auf die Landwirtschaft hin: Yanma oder Oniyanma ist eine vor allem in Ostasien vorkommende Libellenart und die Libelle ist in Japan ein Symbol für eine reichliche Ernte.
1925 brachte Yanmar den ersten Ölmotor für Fischerboote auf den Markt. In den frühen 1930er Jahren entwickelte das Unternehmen die ersten eigenen Dieselmotoren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Yanmar-Motoren verstärkt auch ins Ausland exportiert, vor allem nach China, Südostasien, Indien, Pakistan und Brasilien; in den 1960er Jahren folgten der Nahe Osten und Nordafrika. Nach Europa und Nordamerika kamen die Yanmar-Produkte erst in den 1970er Jahren.
Neben Dieselmotoren für verschiedene Anwendungen produzierte das Unternehmen auch Mini-Size Pickup-Trucks (ab 1958), Motorpflüge (ab 1966), Kleintraktoren (ab 1967), Minibagger (ab 1971), Außenbordmotoren (ab 1972), Freizeitboote (1980) und Klimaanlagen (1987). Durch die Übernahme der Firma Terex Compact Germany aus Crailsheim (2016), die zuvor dem US-Baumaschinenkonzern Terex gehört hatte, kamen weitere Produkte wie Midibagger, Mobilbagger und kompakte Radlader hinzu.
Yanmar betreibt Produktionsstandorte in China (Qingdao, Shanghai, Wuxi), Deutschland (Crailsheim), Frankreich (Saint-Dizier), Indien (Eliambedu, Gurugram), Indonesien (Depok), Japan (Amagasaki, Maibara, Matsue, Mishima, Nagahama, Okayama, Umi), den Philippinen (Pasig City), Südkorea (Iksan), Thailand (Bangkok), den USA (Rock Hill/SC) und Vietnam (Ho Chi Minh City, Quy Nhon). Im Original heißt das Unternehmen seit 2002 Yanma Kabushiki-Gaisha (Yanmar Co. Ltd.). Von 1952 bis 2001 lautete der Firmenname Yanmar Diesel Co. Ltd.
Text: Toralf Czartowski • Fotos: Pixabay.com, Public Domain

