Markenlexikon

Branche: Tabak

West

Deutschland

Anfang der 1980er Jahren ließen deutsche Raucher die alten einheimischen Marken immer öfter links liegen und griffen zu amerikanischen Zigaretten wie Marlboro und Camel oder aber zu Marken, von denen sie annahmen, dass sie aus Amerika kamen, wie etwa Peter Stuyvesant. Die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH Hamburg (Astor, Atika, Davidoff, Eckstein Nr. 5, Ernte 23, Juno, Peter Styvesant, R1, R6, Reval, Roth-Händle, Salem) reagierte auf diesen Trend mit der Etablierung der neuen Marke West, der man ihren deutschen Ursprung nicht gleich auf den ersten Blick ansah. Deswegen stand auf der Schachtel auch der Firmenname West Park Tobacco Inc. Richmond/Virginia – wobei es sich dabei um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Reemtsma handelte. Denn den meisten Rauchern kam es weniger auf die American-Blend-Mischung an, sondern mehr auf einen amerikanisch klingenden Namen. In den 1990er Jahren entwickelte sich West zu einer der erfolgreichsten Zigaretten in Deutschland. Seit Ende der 1980er Jahre wird West auch international verkauft. Seit 2002 gehört die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH zum britischen Tabakkonzern Imperial Tobacco (Benson & Hedges, Drum, Ducados, Embassy, Fortuna, Gauloises/Gitanes, John Player/John Player Special (JPS), Lambert & Butler, Nobel, Regal, Richmond, Rizla, Superkings, Van Nelle). 2016 benannte sich die Imperial Tobacco Group plc in Imperial Brands plc um.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 16.06.2019 | 01:49