Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Vogue

Ursprungsland: USA

Der Jurist Arthur Baldwin Turnure (1856 – 1906) arbeitete zunächst als Art Director beim New Yorker Zeitschriftenverlag Harper & Brothers (heute HarperCollins). 1892 brachte er eine eigene Gesellschaftszeitschrift heraus, die sich an die New Yorker Oberschicht und diejenigen, die dazugehören wollten, wandte. Die erste Ausgabe der Wochenzeitschrift Vogue (frz. Mode) erschien im Dezember 1892. Zu den Themen, die das Magazin behandelte, gehörten u. a. Freizeitaktivitäten, gesellschaftliche Zusammenkünfte, Kleidung und Sport.

Nach dem Tod des Gründers wurde das Magazin von dem Verleger Condé Montrose Nast (1873 – 1942) weitergeführt, der von 1913 bis 1936 auch das Gesellschaftsmagazin Vanity Fair herausgab. Nast machte aus Vogue eine Frauenzeitschrift, wodurch dem Thema Mode noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die ersten Auslandsausgaben erschienen in London (ab 1916), Paris (ab 1920) und Berlin (1928 – 1929). In den 1930er Jahren verdrängten die Farbfotos auf den Vogue-Covern allmählich die zuvor üblichen Illustrationen in Modezeitschriften.

Vogue
Vogue

In den 1950er und 1960er Jahren avancierte Vogue unter den Chefredakteurinnen Jessica Daves (1952 – 1962) und Diana Vreeland (1963 – 1971) zu einem weltweit führenden Modemagazin, das Trends setzte und aus zuvor unbekannten Modedesignern, Models oder Fotografen Stars machte. In dieser Zeit kamen mehrere neue Vogue-Länderausgaben dazu (u. a. 1957 Neuseeland, 1959 Australien, 1964 Italien). Ab 1973 erschien das Magazin monatlich.

Zusammen mit Elle und Harper's Bazaar gehört Vogue zu den großen drei internationalen Modezeitschriften. Daneben behandelt Vogue auch andere Themen wie Architektur, Design, Kosmetik, Kultur, Reisen und Unterhaltung. Ein Großteil des Inhalts besteht aus Werbung, vor allem aus den Bereichen Mode und Kosmetik. Von Vogue gibt es den Ableger Teen Vogue (ab 2003; seit 2017 nur noch online). Men's Vogue existierte nur von 2005 bis 2008.

Vogue wird bis heute vom New Yorker Zeitschriftenverlag Condé Nast herausgegeben, dem u. a. auch Titel wie Architectural Digest, Bon Appétit, Condé Nast Traveler, GQ, Glamour, House & Garden, Love, The New Yorker, Vanity Fair und Wired gehören.

Text: Toralf Czartowski • Fotos: Unsplash.com, Public Domain

www.vogue.com