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Markenlexikon

Valentino

Ursprungsland: Italien

Der Italiener Valentino Garavani (1932 – 2026) hatte einige Jahre als Design-Assistent bei Jean Dessés und Guy Laroche in Paris gearbeitet, bevor er 1959 in Rom einen eigenen Modesalon eröffnete. Zunächst war sein Erfolg eher bescheiden, erst als er 1962 eine seiner Kollektionen im Pitti Palace in Florenz präsentierte, gelang ihm der Durchbruch. Internationale Berühmtheit erlangte er vor allem 1967 mit der White Collection, bei der auch erstmals das V-Logo verwendet wurde, sowie im Oktober 1968 mit der Hochzeitsgarderobe von Jackie Kennedy und Aristoteles Onassis. Seitdem kleidete Valentino vor allem Prominente des internationalen Jetset wie Aga Khan, Farah Diba, Liz Taylor, Marella Agnelli, Princess Margaret, Sharon Stone oder Sophia Loren ein, kreierte aber ab 1970 auch Ready-to-wear-Kollektionen. 1984 entwarf er die Uniformen der italienischen Olympia-Mannschaft für die Olympischen Sommerspiele von Los Angeles. Wie die meisten Modeschöpfer präsentierte Valentino 1978 auch ein eigenes Parfum.

1998 verkauften Valentino und sein langjähriger Geschäftspartner Giancarlo Giammetti das Unternehmen an die Industrieholding HdP (Holding di Partecipazioni Industriali), die es 2002 an das Bekleidungsunternehmen Marzotto (Gianfranco Ferré, Hugo Boss, Marlboro Classics, Missoni) weiterreichte. Inzwischen werden in den Valentino-Boutiquen auch Einrichtungsgegenstände, Fliesen, Möbel, Stoffe und Tapeten verkauft.

2005 gliederte Marzotto den Bekleidungsbereich in die Valentino Fashion Group (Hugo Boss, Lebole, Marlboro Classics, M Missoni, Valentino) aus. 2007 wurde Valentino von der Firma Red & Black Lux übernommen, die dem britischen Private-Equity-Unternehmen Permira und der Marzotto-Familie gehörte. Im selben Jahr beendete Valentino Garavani seine Karriere als Modedesigner. Hugo Boss wurde 2009 verselbstständigt. 2012 verkaufte Permira die Valentino Fashion Group an die Investmentfirma Mayhoola for Investments aus Katar. Die Marke Marlboro Classics (ab 2013 MCS) wurde 2013 an die britische Fondsgesellschaft Emerisque Brands verkauft.

Text: Toralf Czartowski • Fotos: Unsplash.com, Public Domain

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