Markenlexikon

TWA (Trans World Airlines)

USA

Transcontinental and Western Air Express entstand 1930 aus dem Zusammenschluss der Fluggesellschaften Transcontinental Air Transport (TAT; gegründet 1928) und Western Air Express (WAE; gegründet 1925). 1931 wurde der Firmensitz von New York nach Kansas City/Missouri verlegt. Als TWA 1932 bei Boeing zu lange auf neue Flugzeuge warten musste, entwickelte die zuvor hauptsächlich im militärischen Bereich tätige Douglas Aircraft Company in relativ kurzer Zeit ein Konkurrenzmodell, die Douglas DC-1, und stieg damit in den Bereich der zivilen Verkehrsflugzeuge ein. Später wurde Douglas bzw. McDonnell-Douglas mit den DC-Modellen zum größten Konkurrenten von Boeing. 1939 übernahm der Unternehmer, Rekordflieger, Filmproduzent und Regisseur Howard Robard Hughes Jr. die Mehrheit der TWA, die er bis 1965 behielt.

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs war TWA eine reine Inlandsfluggesellschaft, erst 1945 beantragte man Lizenzen für mehrere Transatlantikrouten und war dann lange Zeit neben Pan Am die einzige US-Fluggesellschaft, die außerhalb Amerikas tätig wurde. 1950 benannte sich Transcontinental and Western Air in Trans World Airlines (TWA) um. 1969 konnte TWA erstmals ihren seit langem angestrebten Around-The-World-Dienst anbieten, nachdem man die Verkehrsrechte für die Pazifikrouten erhalten hatte.

Seit Beginn der 1990er Jahre kam TWA aufgrund des rigorosen Verdrängungswettbewerbes in finanzielle Schwierigkeiten, die 1992 fast zum Konkurs führten. Die Gesellschaft stand lange Zeit unter der Aufsicht des Konkursrichters. Am 17. Juli 1996 stürzt eine Boeing 747 der TWA mit 230 Menschen an Bord kurz nach dem Start vom New Yorker JFK-Airport über dem Atlantischen Ozean ab; Ursache war eine Explosion im fast leeren mittleren Treibstofftank. 2001 wurde TWA schließlich von American Airlines übernommen.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 24.12.2019 | 12:46