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Tornado

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Großbritannien
Italien

Um für die Luftstreitkräfte Großbritanniens, Deutschlands und Italiens ein allwettertaugliches Mehrzweck-Kampfflugzeug zu entwickeln (als Nachfolger für die US-amerikanische Lockheed F-104G »Starfighter«), bildeten die drei Flugzeugfirmen British Aircraft Corporation (42,5 Prozent; ab 1977 British Aerospace, seit 1999 BAE Systems), Messerschmitt-Bölkow GmbH (42,5 Prozent; ab 1969 Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH) und Aeritalia S.p.A. (15 Prozent) im März 1969 die Panavia Aircraft GmbH. Die Triebwerke wurden von den in der Turbo-Union zusammengeschlossenen Firmen Rolls-Royce, MTU und Fiat Aviazione entwickelt, die Bordkanonen von IWKA/Mauser und die Elektronik von Elliott. Den ersten Prototypen Panavia 200 P-01 baute MBB, der Jungfernflug fand im August 1974 statt.

Panavia Tornado
Panavia Tornado

1976 taufte man den bis dahin nur MRCA (Multi-Role-Combat-Aircraft) genannten Schwenkflügel-Jet in Tornado um. Die Serienproduktion begann 1979. Die ersten Maschinen wurden 1982 ausgeliefert. Bis zum Produktionsende 1993 entstanden in den drei Montagewerken Warton, Manching und Turin insgesamt 992 Tornados, die als Jagdbomber, Aufklärer und Abfangjäger eingesetzt werden. Nachfolger des Tornado ist der Eurofighter Typhoon, der von den selben Firmen bzw. deren Nachfolgegesellschaften (Airbus Group, BAE Systems, Leonardo) gebaut wird. Die Panavia Aircraft GmbH (Hallbergmoos), die für die Organisation die Instandhaltung, Nachrüstung und Reparatur der Tornado-Flotte zuständig ist, gehört heute zu den Unternehmen Airbus Group (42,5 Prozent), BAE Systems (42,5 Prozent) und Leonardo (15 Prozent).

Text: Toralf Czartowski | Foto(s): Pixabay

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Letzte Änderung der Seite: 26.02.2019 | 00:39