Markenlexikon
Die Tokyo Electro Acoustic Company (TEAC) entstand 1964 durch den Zusammenschluss der 1953 gegründeten Tokyo Television Acoustic Company und der 1956 gegründeten Tokyo Electro Acoustic Company, die dem neuen Unternehmen auch ihren Namen gab. Die treibende Kraft bei beiden Unternehmen waren die Brüder Katsuma Tani und Tomoma Tani. Der frühere Flugzeug- und Aeronautik-Ingenieur Katsuma Tani hatte zunächst bei Tokyo Television Acoustic gearbeitet, dann gründete er zusammen mit seinem Bruder Tokyo Electro Acoustic. Beide Unternehmen stellten hochwertige Audiogeräte und -komponenten her (CD-Player, Kassettendecks, Plattenspieler, Tonbandgeräte, Verstärker). Für den High-End-Bereich etablierte man 1987 die Marke Esoteric.
Zur Produktion von professionellem Audio-Equipment für Rundfunksender und Tonstudios rief TEAC 1969 die Tochtergesellschaft TEAC Audio Systems Corporation (TASC) ins Leben. Für den Vertrieb dieser Produktlinie in den USA wurde 1971 die Firma TASC America gegründet, woraus 1974 der Markenname Tascam entstand.
2013 wurde die TEAC Corporation (jap. Tiakku Kabushiki-gaisha) mehrheitlich von dem US-Audiogeräte- und Instrumentenhersteller Gibson übernommen, dem damals noch zahlreiche weitere Unternehmen und Marken gehörten (Baldwin, Cakewalk, Cerwin-Vega, Flatiron, Garrison, KRK, Kramer, Oberheim, Onkyo, Opcode, Slingerland, Stanton, Steinberger, Tobias, Valley Arts, Wurlitzer). An der Übernahme der Unterhaltungselektroniksparte von Philips (2014) überhob sich Gibson jedoch, was 2018 zur Insolvenz führte. Gibson wurde saniert und weitergeführt, verkaufte aber die TEAC-Anteile ab 2020 an andere Investoren.
TEAC produziert unter den Marken TEAC, Tascam und Esoteric Audiogeräte für den Consumer-Bereich (CD-Player, DAB-Radios, Kassettendecks, Netzwerkplayer, Plattenspieler, Verstärker) und für professionelle Anwendungen (Blu-Ray-Player, Kopfhörer, Lautsprecher, Mikrofone, Mischpulte, Mehrspur-Audiorecorder, mobile Sendestudios, Solid-State-/CD-Player), außerdem Entertainment-Systeme für Flugzeuge und Schiffe sowie Geräte und Systeme für Krankenhäuser, medizinische Forschungseinrichtungen und die Halbleiterindustrie (chirurgische Videorekorder, medizinische Content Management Systeme, Messgeräte).
Text: Toralf Czartowski