Markenlexikon

Schneider

Deutschland

Felix Schneider begann 1889 in Türkheim mit der Produktion von Holzwaschmaschinen. 1953 wurde das Sortiment auf Tonmöbel und Barvitrinen umgestellt, 1965 kamen noch Musikschränke hinzu. Erst ab 1971 produzierte das Unternehmen Audioanlagen und seit 1983 auch Video- und Fernsehgeräte. Bekannt wurde Schneider ab 1984 vor allem mit Home-Computern, die von der britischen Firma Amstrad stammten und in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Namen Schneider in den Handel kamen. 1985 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt (Schneider Rundfunkwerke AG).

1988 erwarb Schneider den Plattenspielerhersteller Dual GmbH. Gleichzeitig nahm das Unternehmen die Fertigung von Personal-Computern auf. 1993 stellte Schneider auf der Internationalen Funkaustellung in Berlin das weltweit erste Laser-TV-Gerät vor, das Fernsehbilder ohne Bildröhre auf jede beliebige Fläche projeziert. 2000 benannte sich das Unternehmen in Schneider Technologies AG um; das operative Geschäft ging auf die beiden Tochtergesellschaften Schneider Electronics AG (Unterhaltungselektronik) und Schneider Laser Technologies AG über.

2002 musste Schneider Konkurs anmelden, wurde jedoch Ende des Jahres vom chinesischen Telekommunikationskonzern TCL Corporation übernommen, was eine Umfirmierung in Schneider Electronics GmbH (Mindelheim) zur Folge hatte. Ab 2004 gehört die Marke Schneider zum chinesisch-französischen Jointventure TTE Corporation (TCL-Thomson Electronics). Ende 2004 beendete TTE die Produktion in Türkheim, im Dezember 2005 wurde auch der Standort Mindelheim aufgegeben. 2007 lösten TCL und Thomson die TTE Corporation wieder auf; zur gleichen Zeit gab Thomson auch das Consumer-Electronics-Geschäft (Audio, Video, Accessories) auf. 2010 benannte sich die Thomson S.A. in Technicolor S.A. um (nach einer US-Tochterfirma).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 13.04.2019 | 18:07