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Markenlexikon

RFT

Ursprungsland: Deutschland

Unter dem Kürzel RFT (Rundfunk- oder Radio- und Fernmelde-Technik) wurden in der ehemaligen DDR Produkte wie Antennen- und Sendeanlagen, Elektronenröhren, Funkgeräte, HiFi-Anlagen, Kondensatoren, Messgeräte, Nachrichtenelektronik, Rundfunk- und Fernsehgeräte, Telefonapparate und Transistoren vermarktet.

Die Abkürzung kam bereits 1948 für den VVB (Vereinigung Volkseigener Betriebe) Radio und Fernmeldetechnik (Leipzig) auf. Registriert wurde die Marke erst 1957. Hersteller waren zahlreiche Werke in Arnstadt, Bautzen, Berlin, Eisenach, Erfurt, Frankfurt/Oder, Fürstenwalde/Spree, Gera, Greifswald, Halle/Saale, Kölleda, Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), Leipzig, Limbach-Oberfrohna, Magdeburg, Mühlhausen, Nordhausen, Rostock, Sonneberg, Staßfurt, Teltow, Zittau und Zwönitz, die man später zu mehreren Kombinaten zusammenfasste.

Ab 1964 entstand eine Kette von RFT-Geschäften, die die Produkte für den Heimbereich verkaufte. RFT-Filialen gab es später in vielen größeren Städten der DDR.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 wurden die Kombinate aufgelöst und die einzelnen Werke privatisiert. Das Markenzeichen RFT übernahm der RFT-Warenzeichenverband Radio & Fernmeldetechnik (Brandenburg an der Havel). Das RFT-Werk in Staßfurt produzierte bis zur Insolvenz 1996 noch RFT-Fernsehgeräte. Seit 1998 gehört das Staßfurter Werk zu TechniSat.

Text: Toralf Czartowski