Markenlexikon

Branche: Nutzfahrzeuge

Rába

Ungarn

Der 1896 von mehreren ungarischen Industriellen in Györ (dt. Raab, lat. Arrabona) gegründete Fahrzeugteilehersteller (u.a. Achsen, Chassis, Motoren) produzierte zunächst von Eisenbahnwaggons, ab 1904 Lastwagen (nach einer Lizenz von dem tschechischen Lastwagenherstellers Praha) und ab 1914 PKW. Der Name Rába bezieht sich auf den gleichnamigen Fluss, der in Győr in die Kleine Donau, einen Seitenarm der Donau, mündet. 1937 erwarb Rába eine Lizenz von MAN für die Produktion von Dieselmotoren. Während des Zweiten Weltkriegs produzierte die Firma u.a. Turán-Panzer (nach einer Lizenz von Škoda) sowie Messerschmitt- und Focke-Wulf-Flugzeuge. 1949 wurde Rába verstaatlicht – die Produktion von Omnibussen ging an Ikarus und die Lastwagen- und Motorenherstellung übernahm Csepel. In Györ blieb nur die Achsen- und Getriebe-Produktion. In den 1950er Jahren baute Rába u.a. auch Eisenbahnbrücken, Tanks und Pipelines. 1967 nahm Rába erneut die Produktion von MAN-Dieselmotoren auf und ab 1970 gab es auch wieder Lastwagen – ebenfalls nach einer MAN-Lizenz. 1996 wurde das Unternehmen privatisiert. Inzwischen ist Rába nur noch als Fahrzeugzulieferer tätig (Chassis, Achsen, Sitze).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 31.03.2020 | 22:50