Markenlexikon

Olivetti

Italien

Der Elektroingenieur Samuel David Camillo Olivetti (1868 – 1943) gründete 1896 in Ivrea, 50 Kilometer nördlich von Turin, zunächst eine Firma für elektrische Messinstrumente. 1908 begann er auch Schreibmaschinen herzustellen. Die Olivetti M1 von 1911 war die erste in Italien entwickelte Schreibmaschine. Ab Mitte der 1950er Jahre engagierte sich der damals führende europäische Büromaschinenhersteller auch in der Elektronik- und Computerindustrie. 1959 brachte Olivetti den ersten italienischen Computer auf den Markt (Elea 9003) und 1965 den ersten programmierbaren Desktop-Rechner der Welt (Programma 101), den manche heute als legitimen Vorgänger der Personal-Computer ansehen. Ab 1967 produzierte Olivetti elektronische Tischrechner, ab 1978 elektronische Schreibmaschinen, ab 1982 Home-Computer und ab 1984 Personal-Computer. 1997 stellte der Konzern, der sich seit Anfang der 1990er Jahre verstärkt in der Telekommunikationsbranche engagierte (Mobilfunknetz Omnitel, Festnetz Infostrada, Telecom Italia) die Computer-Produktion wieder ein. 2003 schlossen sich Telecom Italia und Olivetti ganz zusammen, sodass Olivetti nun eine Tochtergesellschaft von Telecom Italia ist. Die Produktpalette von Olivetti umfasst heute Kopierer, Faxgeräte, Drucker, Scanner, Multifunktionsgeräte, Taschenrechner, Tischrechner, Schredder, Kassen, Organizer und PDAs (Personal Digital Assitants).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 18.03.2020 | 00:01