Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Milram

Ursprungsland: Deutschland

Die Nordische Dauermilch-Gesellschaft (Nordmilch), ein 1947 gegründeter Milchverarbeiter aus Zeven (Niedersachsen), erwarb 1954 eine kleine Kondensmilchfabrik, die ihre Produkte seit 1953 unter dem Markennamen Milram (Milch + Rahm) vermarktete. 1963 wurde das Sortiment um Speisequark erweitert. Zu dieser Zeit gab es ausschließlich reinen Speisequark zu kaufen, was den damaligen Nordmilch-Chef Fritz Pahlke auf die Idee brachte, dem Quark Schnittlauch beizumischen. Dank aufwendiger Werbemaßnahmen entwickelte sich Milram FrühlingsQuark ab 1967 zu einem dauerhaften Erfolg für das Unternehmen. Unter dem Markennamen Milram wurden später noch zahlreiche andere Produkte vermarktet (Brotaufstriche, Butter, Buttermilch, Desserts, Frischmilch, Fruchtmilch, H-Milch, Joghurts, Käse).

Die Herstellerfirma, seit den 1950er Jahren eine Genossenschaft, schloss sich 1999 mit weiteren genossenschaftlich organisierten Molkereien (Bremerland-Nordheide, Hansano Milchhof Isernhagen, MZO Oldenburger Milch) unter dem Namen Nordmilch zusammen; das operative Geschäft wurde 2006 in eine Aktiengesellschaft ausgegliedert. 2011 kam es zur Fusion der operativen Geschäfte von Nordmilch und Humana Milchindustrie zum Unternehmen DMK Deutsches Milchkontor. Als Genossenschaft fungiert nun die Deutsche Milchkontor eG.

Das Unternehmen mit Sitz in Bremen betrieb in Deutschland zahlreiche Molkereien, Käsereien und Speiseeisfabriken (Dargun, Edewecht, Hohenwestedt, Holdorf, Magdeburg, Neubörger, Nordhackstedt, Schleswig, Strückhausen, Waren (Müritz), Zeven). Neben der Hauptmarke Milram gehörten DMK noch weitere Marken wie Alete, Biolabor, Casarelli, Golden Cheese, Hansal, Hansano, Humana, Intact, Leben’s, Normi, Oldenburger, Osterland und Ravensberger.

2015 schlossen sich die ebenfalls genossenschaftlich organisierte dänische Molkereigruppe Arla (Buko, Kaergarden, Skyr) und DMK zusammen. Das vereinte Unternehmen firmiert als Arla und hat seinen Hauptsitz in Viby (Dänemark).

Text: Toralf Czartowski

www.milram.de