Markenlexikon

Lorenz

Ursprungsland: Deutschland

Der 1889 von Hermann Bahlsen (1859 – 1919) in Hannover gegründete Keks- und Gebäckhersteller Bahlsen (Leibniz) begann um die Jahrhundertwende mit der Herstellung von Knabberartikeln wie Amerikanische Cräcker (ab 1900), Salzletten-Salzstangen (ab 1935) und ErdnußLocken-Erdnussflips (ab 1960 in Frankreich, 1963 auch in Deutschland). Durch eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Flessner kamen 1964 noch Kartoffelchips hinzu. Der Maschinenbauingenieur Heinz Flessner war 1951 der erste Deutsche gewesen, der Kartoffelchips produzierte und zunächst an amerikanische Soldaten verkaufte.

Nachdem der Gründer 1919 verstorben war, führten seine Söhne Hans (1901 – 1959), Werner (1904 – 1985) und Klaus (1908 – 1991) das Unternehmen weiter. Die dritte Generation der Bahlsen-Familie zerstritt sich jedoch so nachhaltig, dass Werner Michael Bahlsen (* 1949) und Lorenz Bahlsen (* 1948) – die Söhne von Werner Bahlsen – ihr Unternehmen 1999 in zwei separate Firmen aufteilten: Bahlsen Hannover (Dauerbackwaren) und Lorenz Bahlsen Snack-World Neu-Isenburg (Knabberartikel).

Hermann Bahlsen (* 1927), der Sohn von Hans Bahlsen, der dem Unternehmen seit 1956 angehörte, hatte sich schon 1996 mit der US-Tochter Austin Quality Foods und dem 1980 eröffneten Bahlsen-Werk in Cary/North Carolina selbstständig gemacht.

Bahlsen produziert heute in vier Werken (Barsinghausen, Berlin, Varel, Skawina/Polen) Dauerbackwaren (Kekse, Kuchen), Lorenz in Neunburg vorm Wald, Hankensbüttel, Kreba-Neudorf, Oława (Polen) und Osijek (Kroatien) Knabberartikel wie Chips (Crunchips), Erdnussflips (Erdnuß-Locken), Erdnuss-Snacks (Nic Nacs) und Salzstangen (Saltletts).

Text: Toralf Czartowski