Markenlexikon

Branche: Nahrungsmittel

Liebig

Großbritannien

Der deutsche Chemiker Justus von Liebig (1803 – 1873) entwickelte 1840 einen Fleischextrakt für Kranke, der anfangs nur in Apotheken als kräftigendes Arzneimittel erhältlich war. Der Hamburger Ingenieur Georg Christian Giebert erwarb von Liebig die Herstellungsrechte und gründete 1863 die Liebig Extract of Meat Company. 1865 entstand im »Rinderland« Uruguay die erste Fabrik. Liebig Company’s Meat Extract wurde als Grundlage für Brühen und als Geschmacksverbesserer für Suppen und Saucen bald in ganz Europa ein Erfolg. Außerdem konnten nun die bei der Häutegewinnung anfallenden riesigen Rindfleischmengen in Südamerika sinnvoll verwertet werden. Obwohl Justus von Liebig noch eine ganze Reihe weiterer Erfindungen gemacht hatte (u.a. das Backpulver), war die Fleischbrühe seine bekannteste und die einzige, die ihm einen wirtschaftlichen Nutzen brachte. 1899 bekam Liebig Company’s Meat Extract den neuen Markennamen Oxo (von engl. Ox = Ochse, Rind). 1909 kamen die noch heute erhältlichen Oxo Cubes (Suppenwürfel) auf den Markt. 1968 schloss sich die Liebig Group mit der Brooke-Bond Group zusammen und 1984 übernahm der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern Unilever (Axe, Becel, BiFi, Coral, Denim, Domestos, Iglo, Lätta, Langnese, Lipton, Lux, Omo, Rama, Rexona, Signal, Sunlight, Unox, Vaseline) Brooke-Bond und damit auch die Marke Oxo. 2001 verkaufte Unilever infolge der Bestfoods-Übernahme Teile seines Fertigsuppengeschäftes (Unox, Oxo, Royco, Batchelors) an die amerikanischen Campbell Soup Company.

Text: Toralf Czartowski

Liebig Logo
Liebig Logo
Letzte Änderung der Seite: 16.06.2019 | 01:49