Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Kyocera

Ursprungsland: Japan

Der Chemie-Ingenieur Kazuo Inamori (1932 – 2022) gründete 1959 gemeinsam mit sieben Kollegen in Kyoto die Firma Kyoto Ceramic Kabushiki Kaisha (Kyoto Keramik Aktiengesellschaft). Zunächst produzierte das Unternehmen keramische Bauteile für die Elektronikindustrie (Keramikisolatoren für Kathodenstrahlröhren, keramische Halbleitergehäuse). In den 1970er Jahren kamen weitere Produkte wie Haushaltsartikel (Küchenmesser mit Keramikklingen, Kugelschreiber mit Keramikspitzen), industrielle Schneidwerkzeuge, synthetische Edelsteine, künstliche Gelenke, Photovoltaikmodule und Zahnimplantate hinzu.

1971 ging Kyoto Ceramic an die Börse von Osaka (1972 auch an die Börse von Tokyo). 1982 benannte sich das Unternehmen in Kyocera Corporation (KYOto + CERAmic) um.

In den 1980er Jahren erschloss sich Kyocera neue Geschäftsfelder wie Drucker (1981), Kameras (1983; Übernahme von Yashica/Contax), HiFi-Komponenten (1982; Übernahme der US-Firma KLH) und Telekommunikation (1984; Übernahme der Firma Daini-Denden Kikaku). In den 1980er Jahren produzierte Kyocera eine Zeit lang Laptops, die in den USA von Tandy/RadioShack unter der Marke Tandy verkauft wurden. Die Produktion von Audiogeräten (CD-Player, Kassettendecks, Lautsprecher, Plattenspieler, Receiver, Tuner, Verstärker) stellte man 1989 wieder ein. 2005 beendete Kyocera auch die Produktion von Kameras und Objektiven, fertigte aber weiterhin Linsen für industrielle Anwendungen.

Im Jahr 2000 erwarb Kyocera den insolventen Bürogerätehersteller Mita aus Osaka und das Mobiltelefongeschäft von Qualcomm. Weitere bedeutende Akquisitionen waren 2001 der Werkzeughersteller Tycom, 2002 Toshiba Chemical, 2008 Sanyo Mobile und 2009 Triumph-Adler (Vertriebs- und Servicefirma für Bürotechnik).

Kyocera produziert Produkte wie Displays, Drucker, elektronische Bauteile, Feinkeramik-Bauteile, Glasfaseroptik, Halbleiterkomponenten, Industriewerkzeuge, Kameramodule, Keramikkomponenten, Keramikmesser, Keramikscheren, künstliche Gelenke, Laserdioden, LCD- und Touchpanels, LED-Beleuchtung, Repeater, Sensoren, Smartphones, synthetische Edelsteine, Tablets, Zahnimplantate und Zellseparationsgeräte.

Text: Toralf Czartowski

www.kyocera.com