Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Gulfstream

Ursprungsland: USA

Der Kampfflugzeughersteller Grumman Aircraft (seit 1994 Northrop-Grumman) entwickelte 1958/1959 mit der Grumman G-159 Gulfstream I (1958 – 1969) erstmals ein zweimotoriges Turboprop-Geschäftsreiseflugzeug, das zwischen 14 und 24 Passagiere befördern konnte. Das Modell, dessen Produktionsanlagen sich zunächst in Bethpage/New York und ab 1967 in Savannah/Georgia befanden, wurde kontinuierlich weiterentwickelt, von der strahlgetriebenen Gulfstream II (1966) über die neunzehnsitzige Gulfstream III (1979 – 1986) bis hin zum achtsitzigen Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeug Gulfstream IV (1985 – 1997) und zur Gulfstream V (1995), dem ersten Businessjet, dessen Reichweite über zehntausend Kilometer liegt.

In der Zwischenzeit hatte Gulfstream mehrmals den Namen (1971 Grumman American Division, 1978 Gulfstream American Aviation, 1982 Gulfstream Aerospace) und den Besitzer gewechselt (1978 American Jet Industries, 1985 Chrysler, 1990 Allan Paulson / Forstmann, Little & Co., 1999 General Dynamics).

2001 erwarb Gulfstream Aerospace die israelische Firma Galaxy Aerospace, ein 1997 gegründetes Jointventure von Israel Aviation Industries (I.A.I.) und des Hotelbetreibers Hyatt, das den Business Jet IAI 1125 Astra/Astra SP/Astra SPX (1984 – 2005) produzierte. Die Astra war eine Weiterentwicklung der Rockwell Jet Commander, die I.A.I. seit 1968 in Lizenz fertigte. Die Astra-Modelle wurden anschließend gemeinsam von I.A.I. und Gulfstream unter den Bezeichnungen G100/G150 und G200/G280 weitergebaut.

Aktuelle Modelle sind die Gulfstream-IV- und Gulfstream-V-Weiterentwicklungen G350/G450 und Gulfstream G550, sowie die G500 und G600.

Text: Toralf Czartowski • Fotos: Pixabay.com, Public Domain

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