Markenlexikon

Geha

Deutschland

Die Geha-Werke – anfangs Gebrüder Hartmann – wurden 1918 von den Brüdern Heinrich und Conrad Hartmann als Versandgeschäft für Büroartikel in Hannover gegründet. Ab 1931 produzierte die Firma auch eigene Artikel, u.a. Vervielfältigungsapparate. 1950 brachte Geha den ersten in Deutschland produzierten Füllfederhalter mit Tintenpatronen auf den Markt. Ab 1969 fertigte Geha Offsetautomaten, ab 1972 Tageslichtprojektoren und ab 1982 Aktenvernichter. 1989 wurde die Firma vom Hannoveraner Konkurrenten Pelikan übernommen. Während die Schreibgeräteproduktion bald darauf eingestellt wurde, konzentrierte sich die Geha-Werke GmbH (Garbsen) als Pelikan-Tochtergesellschaft auf die Präsentationstechnik (Tageslicht-Projektoren, LCD-Projektionsgeräte, Konferenzraum-Ausstattung, Wandtafel-Systeme, Flip-Charts, Copy-Boards). Die 1999 von Michael Marx, Michael Zulauf und Tom Schröder in Altenbüren gegründete German Hardcopy AG (Druckerzubehör), die im Gründungsjahr von Pelikan die Geha-Markenlizenz für zehn Jahre erworben hatte, wurde 2007 von Pelikan übernommen und 2008 in Geha AG (Brilon) umbenannt. Die neue Firma übernahm daraufhin den Bereich Präsentationstechnik. German Hardcopy gehörte seit 2004 auch die Marke Boeder (die Firma Döbbelin & Boeder, ein Hersteller von Computerzubehör, war 2000 in Konkurs gegangen).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 16.06.2019 | 01:49