Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Fulda

Ursprungsland: Deutschland

Der Ingenieur Gustav Becker (1867 – 1933) und der Kaufmann Moritz Hasenclever (1848 – 1907) gründeten 1900 in Fulda (Hessen) die Gummiwerke Fulda. Zunächst stellte die Firma technische Gummiartikel, Sohlen, Flaschenverschlüsse, Radiergummis und Walzenbeschläge her. 1906 nahm Fulda die Produktion von Vollgummireifen für Personenwagen auf. Ab 1927 stellte die Firma nur noch Luftreifen her.

1927 wurde Fulda von der US-amerikanischen Seiberling Rubber Company übernommen, die dem früheren Goodyear-Mitgründer Frank Seiberling gehörte. 1935 ging das Unternehmen in den Besitz der Wuppertaler Firma Vorwerk über, eines Herstellers von Autoteilen (Achsen, Getriebe, Zahnräder), Grammophonmotoren, Handstaubsaugern (Kobold), Möbelstoffen, Teppichen und Webstühlen. 1944 wurde das Werk in Fulda durch einen alliierten Luftangriff vollständig zerstört. Erst 1946 konnte die Produktion wieder aufgenommen werden.

1962 verkaufte Seiberling Rubber die Gummiwerke Fulda an die deutsche Tochtergesellschaft des US-Reifenkonzerns Goodyear, dem die Marke Fulda bis heute gehört. Das Werk in Fulda wurde 2025 geschlossen. Die Fulda-Reifen werden nun in anderen europäischen Goodyear-Werken produziert.

Text: Toralf Czartowski

www.fulda.com