Markenlexikon

Branche: Musikindustrie

EastWest Records

USA

Die Atlantic Recording Corporation etablierte dieses Label bereits 1955. Nach wenigen Jahren wurde es jedoch 1959 eingestellt. Erst 1974 kam erneut eine Platte unter diesem Label heraus (Elvin Jones Quartet – Mr. Thunder). Danach passierte wieder 25 Jahre nicht mehr viel. 1990 wurde das Label von der Warner Music Group, zu der auch Atlantic gehörte, reaktiviert. Unter Leitung der früheren Atlantic-Managerin Sylvia Rhone wurde EastWest Records America für eine Zeitlang außerordenlich erfolgreich. Zu den Künstler, die in dieser Zeit ihre Platten auf dem EastWest-Label veröffentlichten, gehören u.a. AC/DC, Chris Rea, Human League, INXS, Matt Bianco, Pantera, Simply Red, Sisters of Mercy, Tanita Tikaram und Vangelis.

1991 wurden EastWest und das Atlantic-Sublabel ATCO zusammengeschlossen (ATCO/EastWest Records), drei Jahre später entstand die Elektra Entertainment Group, zu der neben dem namensgebenden Label Elektra Records auch EastWest Records und Sire Records gehörten. Bei dieser Gelegenheit verschwand das Label ATCO. Nachdem der Mutterkonzern Time-Warner seine Musiksparte Warner Music 2003 an eine Investorengruppe verkauft hatte, kam es anschließend zum Zusammenschluss der Atlantic Recording Corporation und der Elektra Entertainment Group zur Atlantic Records Group. EastWest Records wurde 2006 zusammen mit Rykodisc und Cordless in die Independent Label Group integriert.

Seit 2012 gehört das Label zur Alternative Distribution Alliance (ADA) der Warner Music Group, die zahlreiche Label-Kataloge vermarktet (u.a. BMG Rights Management, Bronze Records, Castle Music, Chrysalis Records, Curb Records, Mute Records, PRT Records, Pye Records, Sanctuary Records).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 22.03.2020 | 22:16