Markenlexikon

DASA (Deutsche Aerospace AG)

Deutschland

Ab Mitte der 1980er Jahre versuchte der damalige Vorstandsvorsitzende Edzard Reuter die Daimler-Benz AG zum universellen Großkonzern aufzubauen, der alles herstellt, was sich bewegt (Autos, Lastwagen, Busse, Bahnen, Flugzeuge, Raumschiffe). Mit zahlreichen branchenfremden Übernahmen (1985/1988 AEG-Telefunken, 1985 Dornier, 1989 MBB Messerschmitt-Bölkow-Blohm/Deutsche Airbus, 1992 Fokker) und Neugründungen (1989 DASA Deutsche Aerospace AG [MBB, MTU München, Dornier, Telefunken Systemtechnik], 1990 Debis Daimler Benz InterServices, 1996 Adtranz [ABB-Daimler-Benz Transportation]) stieg Daimler-Benz in vollkommen neue Branchen ein, die dem Konzern jedoch eher schadeten.

Nach der Übernahme der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH 1989 schloss Daimler-Benz die Unternehmen MBB, Dornier, MTU München und Telefunken Systemtechnik (TST) zur Deutschen Aerospace AG (DASA) zusammen. Ab 1995 firmierte das Unternehmen als Daimler-Benz Aerospace AG und nachdem sich Daimler-Benz und Chrysler 1998 zusammengeschlossen hatten, wurde der Firmenname in DaimlerChrysler Aerospace AG geändert. Die DASA war wie zuvor schon MBB an den Projekten Airbus, Eurofighter, Eurocopter und Tornado beteiligt.

Im Jahr 2000 kam es zu einer weiteren Fusion: Die Aérospatiale-Matra S.A. (Frankreich), die DaimlerChrysler Aerospace AG und die CASA S.A. (Spanien) schlossen sich zur European Aeronautic, Defence and Space Corporation (EADS; ab 2014 Airbus Group) zusammen. Die DaimlerChrysler AG, anfangs noch mit 30 Prozent Hauptanteilseigner von EADS, zog sich bis 2012 vollständig aus dem Unternehmen zurück.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 28.05.2020 | 11:17