Markenlexikon

Branche: Musikindustrie

Colgems / Colpix

USA

Die Filmgesellschaft Columbia Pictures etablierte 1958 in New York das Label Colpix, auf dem vor allem Soundtracks aus den Columbia-Spielfilmen und TV-Programmen veröffentlicht wurden. Ab 1966 produzierte die Columbia-TV-Produktionsfirma Screen Gems für den Fernsehsender NBC nach dem Vorbild des Beatles-Films »A Hard Day Night« die TV-Serie »The Monkees«, in der sich alles um eine fiktive Rockgruppe drehte, die es dann auch in Wirklichkeit gab. Gleichzeitig gründeten Screen Gems und der NBC-Mutterkonzern RCA (RCA-Victor) ein Gemeinschaftsunternehmen, um die Hits der realen Monkees zu vermarkten (»Last Train To Clarksville«, I'm A Believer«, »Daydream Believer«). Weil es die Plattenfirma CBS/Columbia Records schon gab, ließ man sich die Abkürzung Colgems (Columbia-Screen Gems) einfallen. Die Gründung von Colgems beendete auch die Existenz von Colpix. Nachdem die Monkeemania 1968 abgeflaut war, setzte NBC die Serie ab. Das Label Colgems wurde von Columbia Pictures 1970 aufgegeben. Der Colgems/Colpix-Katalog ging an Bell Records, seit 1964 ebenfalls eine Columbia-Pictures-Tochter. Bell Records wurde 1974 in Arista Records umbenannt und 1979 an die Bertelsmann-Tochter Ariola Eurodisc verkauft. Den Musikverlag Screen Gems-Colgems Music übernahm 1976 EMI Music Publishing.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 11.12.2020 | 10:40