Markenlexikon

Clark

USA

Im Jahr 1916 schlossen sich mehrere kleine Firmen, die alle Schneide- und Bohrwerkzeuge aber auch Achsen herstellten, zur Clark Equipment Company mit Sitz in Chicago zusammen. Initiator der Fusion war Eugene Bradley Clark (1873 – 1942), dem eine der Vorgängerfirmen gehörte. 1917 entwickelte Clark ein kleines dreirädriges Transportfahrzeug (Tructrator), das zunächst nur für den werksinternen Materialtransport gedacht war. Als sich immer öfters Werksbesucher für das praktische Fahrzeug interessierten, begann die Firma 1918 mit der serienmäßigen Produktion. Der nächste Schritt war 1920 der Truclift, dessen hydraulisch bewegte Hubfläche bis zu 5000 Kilogramm heben konnte. Das erste Gefährt, das eine gewisse Ähnlichkeiten mit heutigen Gabelstaplern hatte, kam 1924 auf den Markt. Seine endgültige Form erhielt der Gabelstapler 1942 mit dem elektrisch angetriebenen Carloader.

Clark stieg in den nächsten Jahrzehnten zu einem weltweit führenden Gabelstaplerhersteller auf, engagierte sich ab den 1950er Jahren aber auch in der Baumaschinenbranche. 1953 erwarb Clark die Baumaschinenhersteller Michigan und Ross-Carrier, 1969 die Melroe Manufacturing Company (Bobcat-Kompaktlader), 1984 den Muldenkipperhersteller Euclid und 1985 riefen Clark und Volvo die Volvo-Michigan-Euclid Group (VME) ins Leben, die jedoch 1995 vollständig in den Besitz von Volvo überging.

Die Gabelstapler-Produktion verkaufte Clark Equipment 1992 an den Baumaschinenkonzern Terex, der diesen Bereich 1996 an das damalige Management unter Leitung von Marty Dorio weiterreichte. Clark Equipment selbst wurde 1995 von dem Maschinenbaukonzern Ingersoll-Rand übernommen, ebenso Melroe/Bobcat. Der Gabelstaplerhersteller, der nun als Clark Material Handling Company (Lexington/Kentucky) firmiert, erwarb 1998 noch die Gabelstaplersparte von Samsung, machte aber 2000 Pleite. Seit 2003 gehört Clark zum südkoreanischen Mischkonzerm Young An Group.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 16.04.2020 | 16:37