Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Cillit Bang

Ursprungsland: Großbritannien

DDas deutsche Chemie- und Reinigungsmittel-Unternehmen Joh. A. Benckiser (Calgon, Calgonit, Vanish) erwarb 1982 das Wassertechnologie-Unternehmen Cillit (ursprünglich Cillichemie), das 1903 von Franz und Cilly Vogelmann gegründet worden war. 1990 verkaufte Benckiser die Sparte Cillit Wassertechnik im Zuge eines Management-Buyouts an die neugegründete Firma BWT Wassertechnik (Best Water Technology). Über zehn Jahre später holte der 1999 entstandene britische Reckitt-Benckiser-Konzern (Air Wick, Calgon, Dettol, Finish, Harpic, Hoffmann’s, Kukident, Lysol, Sagrotan, Woolite) die Marke Cillit wieder aus der Versenkung. Begleitet von einer frechen TV-Werbekampagne brachte Reckitt-Benckiser 2003/2004 den neuen Haushaltsreiniger Cillit Bang (Slogan: Bang, and the dirt is gone.) innerhalb eines Jahres in über sechzig Ländern gleichzeitig auf den Markt. Trotz oder gerade wegen des gewöhnungsbedürftigen Namens (Ein Blogger fragte: »Who in the world would call this product by such a stupid name?. It must be a joke.«) entwickelte sich Cillit Bang bald zu einem Kultprodukt. Auf YouTube tauchten privat gedrehte Cillit-Bang-Werbevideos auf, es gab selbst gedruckte Werbe-T-Shirts zu kaufen und allerlei Anekdoten kursierten im Internet, z. B. dass das Mittel zum Beseitigen von Plutoniumrückständen im 2008 stillgelegten schottischen Kernkraftwerk Dounreay verwendet wurde.

Text: Toralf Czartowski

www.cillitbang.de