Markenlexikon

Branche: Auktionen

Christies

Großbritannien

Die ersten Auktionen gab es bereits 500 v. Chr.im alten Babylon. Damals wurden Frauen und Sklaven versteigert. Die Römer versteigerten gelegentlich Kriegsbeute und Kaiser Caligula hielt sogar regelmäßig Auktionen ab. Nach dem Ende des Römischen Reiches gerieten diese Veranstaltungen jedoch wieder in Vergessenheit. Erst im 16. Jahrhundert kamen Versteigerungen erneut in Mode. 1766 eröffnete James Christie (1730 – 1803) in London das erste Auktionshaus für Kunstwerke; die erste Versteigerung fand am 5. Dezember 1766 statt. Bald begannen Künstler wie Joshua Reynolds, Thomas Chippendale und Thomas Gainsborough ihre Werke in Christie's Auktionshaus auszustellen, um sie danach möglichst teuer verkaufen zu können. 1775 führte Christie's mit dem Schmuck der Madame du Barry auch die erste bedeutende Juwelenauktion durch. Inzwischen hat Christie's sein Angebot stark erweitert; im Prinzip wird alles versteigert, was selten ist und einen hohen Preis erzielt: Gemälde, Juwelen, Möbel, Kunstgegenstände, Bücher, Oldtimer, Weine, Uhren und allerlei Utensilien von Stars – von der Gitarre bis zum BH. Das von 1973 bis 1999 an der Londoner Börse gelistete Unternehmen Christie's International befindet sich seit 1998 im Besitz der französischen Holdinggesellschaft Artémis, die dem Investor François Pinault (Gucci Group, PPR/Pinault-Printemps-Redoute, Yves Saint Laurent) gehört. Christie's betreibt in zahlreichen Metropolen eigene Auktionsräume (Amsterdam, Dubai, Genf, Hong Kong, London, Los Angeles, Madrid, Mailand, New York, Paris, Tel Aviv, Zürich).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 24.05.2020 | 01:25