Markenlexikon

Chevignon

Frankreich

Viele Modeklamotten die heute Alltag sind, begannen ihre Karriere einst als Arbeitsbekleidung. Die Jeans waren zunächst nur Arbeitshosen für Minenarbeiter und Goldsucher, Poloshirts und Jogginghosen wurden anfangs ausschließlich von Sportlern getragen und Ray-Ban-Brillen sowie lederne Pilotenjacken von Bomberpiloten der US Air Force. Irgendwann fanden sie jedoch alle den Weg in die Kaufhäuser. Die amerikanischen Militär- und Pilotenjacken kamen zunächst in den USA auf den Markt, wo sie zum Symbol der 1950er Jahre avancierten. Davon ließ sich rund 25 Jahre später der Franzose Guy Azoulay inspirieren, als er 1979 in Paris die Firma Charles Chevignon gründete. Namensgeber war ein fiktiver Bomber-Pilot. 1981 brachte er die erste Lederjacken-Kollektion im Retro-Stil heraus. Bald darauf kamen weitere Kollektionen, wie Chevignon Kids (1984) oder Chevignon Girl (1989) hinzu. Ab 1987 vergab die Firma auch Lizenzen an andere Hersteller, u.a. für Taschen, Schuhe, Uhren, Parfums und zeitweise auch Zigaretten. 1990 eröffnete in Paris der erste Chevignon MegaStore.

1994 wurde Chevignon von dem französischen Mode-Unternehmen Naf-Naf übernommen. Die Brüder Gérard und Patrick Pariente, Besitzer zweier Boutiquen in Paris, hatten 1978 ihre erste eigene Kollektion unter dem Namen Naf-Naf (frz. grunz, grunz) präsentiert. Die Marke wurde vor allem mit bunter und flippiger Mode für junge Frauen bekannt. 1986 entstand in Paris die erste Naf-Naf-Boutique. Zur gleichen Zeit vergab die Firma auch erstmals Lizenzen an andere Hersteller (Brillen, Handtaschen, Lederwaren). 1988 brachte Naf-Naf eine eigene Jeans-Kollektion heraus und 1991 folgte ein eigenes Parfum.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 16.04.2020 | 15:21