Markenlexikon

Branche: Medien

Bravo

Deutschland

Zuerst kommt Barbie oder Teddy, dann Bravo. Wenn Puppen und Plüschtiere out sind, ist das Dr. Sommer-Team zur Stelle und erzählt den werdenden Teenagern, was Mama und Papa gelegentlich im Schlafzimmer machen. Und die ganzseitigen Poster mit den süßen Girls und knackigen Boys aus den Vorabend-Soaps und Pop-Charts sorgen für die ersten nicht mehr ganz so unschuldigen Träume. Die erste Ausgabe der Bravo erschien am 26. April 1956 mit dem Untertitel »Zeitschrift für Film und Fernsehen« im Münchener Kindler & Schiermeyer Verlag, der ab 1964 zum Axel Springel Verlag (Bild, Hörzu, Welt) gehörte. Chefredakteur wurde der spätere Bild- und Welt-Chef Peter Boenisch. Nachdem anfangs vor allem Schlagerstars im Vordergrund gestanden hatten, richtete sich das Blatt mit Beginn der 1960er Jahre verstärkt an Jugendliche; Rock 'n' Roll war nun angesagt. 1962 gab es auch erstmals eine Aufklärungsserie (»Knigge für Verliebte«), die 1969 von dem fiktiven Dr. Sommer fortgesetzt wurde. 1968 verkaufte Springer Bravo an den Hamburger Heinrich-Bauer-Verlag (Kicker, Neue Revue, Quick). Die inzwischen auflagenstärkste Jugendzeitschrift Europas sieht sich selbst so: Bravo ist der Gesprächs- und Leserbrief-Partner der Jugend. Seit 1988 gibt es auch noch Bravo Girl (alles was Girls von 16 bis 21 Jahren interessiert), seit 1994 Bravo Sport (für sportbegeisterte Jugendliche) und seit 1997 Bravo Screenfun (für Computer-Kids). Auch im TV ist Bravo seit 1993 vertreten.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 25.04.2020 | 13:39