Tory Tordal: Taro Yagur – Kampf um Tanybur

Markenlexikon

Bertolli

Ursprungsland: Italien

Francesco und Caterina Bertolli eröffneten 1865 in dem toskanischen Ort Lucca einen kleinen Laden, in dem sie diverse Waren aus der Region verkauften (Getreide, Käse, Oliven, Olivenöl, Wein). Bekannt wurde die Firma jedoch vor allem mit ihrem Olivenöl. Bertolli kam als erster auf die Idee, Olivenöl anstatt in Dosen in Glasflaschen zu verkaufen, damit die Kunden die Qualität sehen konnten (Slogan: Kaufen Sie, was Sie sehen können). Bertolli war auch Italiens erster Exporteur von Olivenöl. Zunächst wurde es hauptsächlich in die USA exportiert, wo viele italienische Emigranten lebten. Noch gehört Bertolli zu den Marktführern in den Vereinigten Staaten.

1963 verkauften die Erben das Unternehmen an den italienischen Chemiekonzern Montecatini (ab 1966 Montedison). Mit der Übernahme durch den Unilever-Konzern 1994 kam das Bertolli-Olivenöl erstmals nach Nordeuropa (2000 auch nach Deutschland). Später vermarktete Unilever unter dem Bertolli-Label auch Balsamico-Essig, Pasta-Saucen, Brotaufstriche und Pflanzencreme.

Aufgrund mehrerer Spartenverkäufe durch Unilever gehört die Marke Bertolli heute verschiedenen Unternehmen: ConAgra Foods/USA (Tiefkühlkost; seit 2012), DeOleo/Spanien (Olivenöl), Flora Food Group/Niederlande (Brotaufstriche; seit 2018) und Mizkan/Japan (Saucen in Nordamerika; seit 2014).

Text: Toralf Czartowski • Fotos: Unsplash.com, Public Domain

Bertolli
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www.bertolli.com