Markenlexikon

Avio

Italien

Nachdem Aeritalia (vormals Fiat Aviazione) 1976 verstaalicht worden war, baute Fiat weiterhin Flugzeugtriebwerke, u.a. für die Kampfflugzeuge MRCA Panavia Tornado (Turbo-Union; gemeinsam mit Rolls-Royce und MTU) und Eurofighter-Typhoon (Eurojet; gemeinsam mit Rolls-Royce, DASA/MTU und SENER/ITP). Die dafür zuständige Tochtergesellschaft firmierte ab 1989 als Fiat Avio S.p.A. (ab 2003 Avio S.p.A.). 1994 übernahm Fiat Avio die SNIA-BPD S.p.A. aus Colleferro (vormals SNIA Viscosa und BPD), einen Hersteller von Raketentriebwerken. 2004 wurde die Fiat Avio S.p.A. von Finmeccanica und der amerikanischen Investmentgruppe Carlyle Group erworben. Den Triebwerks- und Turbinenbereich (nun Avio Aero) mit Werken und Standorten in Bari, Brindisi, Cameri, Pomigliano d’Arco, Rivalta di Torino und Rom verkaufte Finmeccanica 2013 an GE Aviation (General Electric). Die Leonardo S.p.A. (vormals Finmeccanica S.p.A.) ist an der Avio S.p.A. (Colleferro) mit 28 Prozent beteiligt (2020). Das Unternehmen stellt Motoren für die Raketen Ariane 5, Ariane 6, Vega und Aster her.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 28.05.2020 | 10:54