Markenlexikon

Avacon

Deutschland

Nach dem Untergang der DDR übernahm der damals vor allem in Niedersachsen tätige Stromversorger PreussenElektra AG (Hannover) mehrere Energieversorger in Mecklenburg-Vorpommern (Hevag Hanseatische Energieversorgung AG Rostock, Wemag Westmecklenburgische Energieversorgung AG Schwerin, EMO Energieversorgung Müritz-Oderhaff AG Neubrandenburg), Brandenburg (OSE Oder-Spree-Energieversorgung AG Frankfurt/Oder, MEVAG Märkische Energieversorgung AG Potsdam) und Sachsen-Anhalt (EVM Energieversorgung Magdeburg AG), außerdem eine Beteiligung an der Vereinigte Energiewerke AG Berlin (VEAG; PreussenElektra, RWE, Bayernwerk, BEWAG, VEW, Badenwerk, EVS, HEW).

1999 schloss die PreussenElektra mehrere regionale Energieversorger zu größeren Einheiten zusammen: aus der Hannover-Braunschweigischen Stromversorgungs-AG (HASTRA), der Überland-Zentrale Helmstedt AG (ÜZH), der Energieversorgung Magdeburg AG (EVM), der Ferngas Salzgitter GmbH (FSG) und der Landesgas Niedersachsen AG entstand die Avacon AG Helmstedt (ab 2005 E.ON Avacon AG), aus HEVAG, EMO, MEVAG und OSE die E.DIS Energie Nord AG.

Im Juni 2000 schlossen sich die beiden Mischkonzerne VEBA AG (PreussenElektra AG) und VIAG AG (Bayernwerk AG) zur E.ON AG zusammen. Der Energiebereich (PreussenElektra AG, Bayernwerk AG) wurde daraufhin in die neue E.ON Energie AG (München) integriert.

Die Avacon AG (Helmstedt) ist mit ihren Tochtergesellschaften Avacon Netz GmbH und Avacon Natur GmbH ein regionaler Betreiber von Strom- und Erdgasverteilnetzen in Norddeutschland (Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt). Das Unternehmen betreibt rund 64.000 Kilometer Strom- und 21.6000 Kilometer Erdgas-Leitungen. An das Avacon-Netz sind rund 40.000 Kilometer regenerative Erzeugungsanlagen angeschlossen. Eigentümer der Avacon AG sind die E.ON Beteiligungs GmbH (40 Prozent), die E.ON-Tochter Bayernwerk AG (21,5 Prozent) und mehrere kommunale Aktionäre (36,9 Prozent).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 10.04.2020 | 23:24