Markenlexikon

Branche: Musikindustrie

ATCO Records

USA

Die Atlantic Recording Corporation rief 1955 mit ATCO Records ein Sublabel ins Leben, auf dem vor allem Pop- und Rock-Musik veröffentlicht wurde. Atlantic selbst war mehr auf Blues, Jazz, Soul sowie Rhythm & Blues spezialisiert. Initiatior des Labels war Atlantic-Mitgründer Herb Abramson. Zu den Künstler, deren Platten im Laufe der Jahre bei ATCO veröffentlich wurden, gehören u.a. AC/DC, Ben E. King, Buffalo Springfield, Cream, Gary Numan, Iron Butterfly, Pete Townshend, Sonny & Cher, Sweet Sensation, The Coasters und Vanilla Fudge. Daneben übernahm ATCO zeitweise auch den US-Vertrieb für mehrere Fremdlabels (Hansa, Island Records, RSO Records, Rolling Stones Records, Volt Records). 1991 wurden ATCO und EastWest Records, ein weiteres Atlantic-Sublabel, zusammengeschlossen (ATCO/EastWest Records), drei Jahre später entstand die Elektra Entertainment Group, zu der neben dem namensgebenden Label Elektra Records auch EastWest Records und Sire Records gehörten. Bei dieser Gelegenheit verschwand das Label ATCO. 2005 reaktivierte die Warner Music Group das Label zusammen mit Rhino Records (gehört ebenfalls zu Warner). Die ersten Künstler, die ATCO 2006 unter Vertrag nahm, waren Scarlett Johansson, Keith Sweat und Art Garfunkel. Ab 2009 passiert jahrelang nichts mehr, erst 2020 wurde das ATCO-Label von Atlantic Records erneut aus dem Schlaf geholt.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 22.11.2020 | 22:20