Markenlexikon

Ashland

USA

Der spätere Ashland-CEO Paul Garrett Blazer (1890 – 1966) erwarb 1924 im Auftrag der Swiss Oil Company die seit 1916 in Betrieb befindliche Great Eastern Refinery bei Catlettsburg im Nordosten von Kentucky. Blazer und mehrere Swiss-Oil-Führungskräfte gründeten anschließend die Ashland Refining Company mit Haupsitz in Ashland/Kentucky. Durch den Zusammenschluss der Swiss Oil Company (1916 von J. Fred Miles in Lexington/Kentucky gegründet) und der Ashland Refining Company entstand 1936 die Ashland Oil and Refining Company (ab 1970 Ashland Oil Inc., ab 1995 Ashland Inc., seit 2016 Ashland Global Holdings Inc.).

Zahlreiche Übernahmen (1925 Union Gas and Oil Company; 1930 Tri-State Refining Company; 1931 Cumberland Pipeline Company; 1948 Allied Oil Company, Frontier Oil Company, Cleveland and Lakeland Tankers; 1949 Aetna Oil Company, Freedom-Valvoline Oil Company; 1950 Frontier Oil of Buffalo, National Refining Company) führten dazu dass das Unternehmen 1950, als es an die New Yorker Börse ging, zu den 20 größten Ölkonzernen der USA gehörte. Ashland betrieb in den 1950er Jahren die größte US-Flotte von Binnentankern, die vor allem auf dem Ohio River und seinen Nebenflüssen verkehrten.

In den 1960er Jahren stieg Ashland in die Bereiche Chemie (1962 Übernahme der United Carbon Company, 1966 Übernahme der Archer Daniels Midland Chemicals Company; Gründung der Ashland Chemical Company), Straßenbau (1966 Übernahme von Warren Brothers) und Kohleförderung ein (1969 Gründung des Jointventures Arch Mineral mit der Hunt-Familie aus Dallas, 1975 Gründung der Ashland Coal Inc.).

Im Zuge der Ölkrise in den frühen 1970er Jahren und den hohen Explorations-Kosten stieg Ashland bis 1980 aus der Rohölförderung aus und konzentrierte sich auf die Ölverarbeitung (Raffination) und Vermarktung (u.a. Ashland Tankstellen, SuperAmerica Tankstellen/Shops, Valvoline Motor Oil), die Produktion von Spezialchemikalien und Asphalt sowie auf die Kohleförderung.

Mit der Abspaltung der Kohle-Sparte 1997 (Arch Coal Inc. St. Louis/Missouri), dem Ausstieg aus dem 1998 gegründeten Jointventure Marathon Ashland Petroleum (2005), dem Verkauf der Bauaktivitäten APAC Ashland Paving and Construction an Oldcastle (2006) und der Verselbstständigung des Motoröl-Herstellers Valvoline (2017) konzentrierte sich Ashland auf das Spezialchemie-Geschäft. Seit 1999 befindet sich der Ashland-Hauptsitz in Covington/Kentucky.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 08.04.2020 | 08:52