Markenlexikon

Zippo

USA

George Grant Blaisdell (1895 – 1978) hatte zunächst in der Ölgesellschaft seiner Eltern gearbeitet. 1932 erwarb er die amerikanischen Vertriebsrechte eines österreichischen Benzin-Feuerzeugs, das er kurz darauf mit einigen technischen und äußerlichen Veränderungen unter dem Namen Zippo auf den Markt brachte. Der Name Zippo kommt von dem Wort »zipper« (engl. Reißverschluss), dessen Klang der Gründer mochte. Hergestellt wurde es in einer alten Garage in Bradford/Pennsylvania. Im Prinzip hat sich an dem Ur-Modell bis heute nicht viel geändert. Ein Zippo besteht nach wie vor aus 22 robusten Einzelteilen, es sieht bis auf einige unwesentliche Modifikationen noch immer so aus wie 1932, und der Qualitätsstandard, 73.000 mal Feuer zu geben, gilt auch heute noch. Doch nicht Raucher machten das unverwüstliche Sturmfeuerzeug zu einer Legende, sondern amerikanische Soldaten, die es nicht nur zum Anzünden von Zigaretten, Lagerfeuern und Laternen benutzten, sondern mitunter auch als lebensrettendes Signalfeuer. Originell ist die Idee der Zippo-Klinik in Bradford, die jedes defekte Feuerzeug kostenlos repariert. Und wenn das gute Stück nicht mehr zu retten ist, dann kommt es ins Zippo-Museum. Dort können Besucher jene Zippos bewundern, die von hydraulischen Pressen malträtiert wurden, in eine Erntemaschine gefallen sind oder einem Bulldozer im Weg lagen. Die Zippo Manufacturing Company, die sich noch immer in Familienhand befindet, produziert auch Taschenmesser, Taschenlampen, Taschenwerkzeuge, Schlüsselhalter, Messbänder und Banknotenclips.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:55