Markenlexikon

Vicks / Wick

USA

Der Apotheker Lunsford Richardson (1854 – 1919) betrieb ab 1891 in Greensboro/North Carolina eine kleine Drogerie. Als sein Sohn unter einer langwierigen Erkältung litt, mixte er ihm eine Salbe aus Menthol, Kampfer und Eukalyptusöl, die sich als so wirkungsvoll erwies, dass er sie bald auch in seinem Drugstore verkaufte. Zunächst nannte er sie Dr. Richardson's Croup and Pneumonia CureSalve, dann gab er ihr den Namen Vicks Salve (nach seinem Schwager Dr. Joshua Vick, in dessen Drogerie er eine Zeit lang gearbeitet hatte). 1898 gründete Richardson zur Produktion seiner Salbe die Lunsford Richardson Wholesale Drug Company. 1907 bekam die Vicks Salve den neuen Markennamen Vicks VapoRub. »Vapor« bedeutet lateinisch »Dampf« und »rub« ist das englische Wort für »reiben« bzw. »einreiben«. Anfangs brachte Richardsons Sohn die Vicks-Produkte mit dem Fahrrad zu den Drugstores in Greensboro und der näheren Umgebung, später zog ein ganzes Heer von Vertretern durch Amerika, um die Wundersalbe einem größeren Kundenkreis bekanntzumachen.

1954 kamen die Vicks-Erkältungsprodukte unter dem eingedeutschten Namen Wick auch nach Deutschland. Seit 1985 gehört die Herstellerfirma, die im Laufe der Jahre verschiedene Namen annahm (1905 Vicks Family Remedies Company, 1907 Vicks Chemical Company, 1938 Richardson-Merrell Inc., 1981 Richardson-Vicks Inc., 1989 Procter & Gamble) zum Procter & Gamble-Konzern (Ariel, Blend-A-Med, Braun, Duracell, Fairy, Gillette, Lenor, Meister Proper, Olay, Oral-B, Pampers, Tampax, Tide, Vizir).

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:55