Markenlexikon

Spotify

USA

Die schwedischen Unternehmer Daniel Ek (* 1983) und Sven Hans Martin Lorentzon (* 1969) gründeten den Musikstreaming-Dienst Spotify (engl. »Spot« = entdecken + »to identify« = identifizieren) 2008 als legale Alternative zu den damals weitverbreiteten Filesharing-Diensten wie etwa The Pirate Bay, der ursprünglich ebenfalls in Schweden entstanden war. Nutzer müssen einen Account anlegen und können dann über verschiedene Endgeräte (Smartphone, Tablet, PC) und Plattformen (Android, BlackBerry, Boxee, HEOS by Denon, iOS, Linux, MeeGo, OS-X, Openpandora, PlayStation, Roku, S60/Symbian, Samsung Smart TV, Sonos, Squeezebox, Telia Digital-TV, TiVo, WD TV, WebOS, Windows, Windows Phone) die Musik (seit 2014 auch Hörbücher) zahlreicher großer und auch kleinerer Plattenfirmen anhören (u.a. Universal Music, Sony Music, Warner Music). Die Lizenzgebühren, die die Plattenfirmen erheben, werden einerseits durch Werbeeinblendungen (Audio Ads, Display Ads, Billboard Ads, Homepage Takeovers, Branded Playlists, Lightbox, Advertiser Pages) finanziert, andererseits besteht die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges und werbefreies Premium-Konto zu erwerben, das außerdem eine höhere Bitrate (max. 320 kbit/s) bietet und die Möglichkeit, Playlists offline abzuspielen. 70 Prozent der Gesamteinnahmen werden an die Lizenzgeber gezahlt.

Die 2006 gegründete Spotify AB (Stockholm) und deren Muttergesellschaft Spotify Ltd. (London) werden von Investoren wie Credit Suisse, Deutsche Bank, Dragoneer, Fidelity Investments, Goldman Sachs, Morgan Stanley, The Coca-Cola Company und TPG finanziert. Mitte 2916 hatte Spotify weltweit 100 Millkionen aktive Nutzer, 30 Millionen davon hatten ein Premium-Konto.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:54