Markenlexikon

Smarties

Großbritannien

Die Schokolinsen mit dem bunten Zuckerüberzug kullerten erstmals 1938 aus der runden Pappschachtel. Auf den Markt waren sie schon 1937 gekommen; den Namen Smarties und die charakteristische Verpackung erhielten sie jedoch erst ein Jahr später. Ihre Entstehung verdanken die Smarties dem spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939), wo die Soldaten kandierte Schokoladenlinsen aßen, die die hohen Temperaturen auf der iberischen Halbinsel wesentlich besser überstanden, als herkömmliche Tafelschokolade. Ein Mitglied der britischen Rowntree-Familie, die seit 1862 eine Schokoladenfabrik in York betrieb, und der amerikanische Schokoladenfabrikant Forrest Mars, der seit 1932 von Großbritannien aus die europäischen Geschäfte des heutigen Mars-Konzerns aufbaute, kamen nach einer Reise durch Spanien auf die Idee, diese Schokolinsen auch für Zivilisten herzustellen. 1937 brachte Rowntree in Großbritannien zunächst die Chocolate Beans auf den Markt und Forrest Mars, der 1939 in die USA zurückkehrte, nannte seine Version 1941 M&M's. 1962 kamen die Smarties auch nach Deutschland, Belgien, die Niederlande, Frankreich und Italien. In den USA gehört die Marke Smarties dem Bonbonhersteller Ce De Candy. 1988 wurde die Herstellerfirma Rowntree-Mackintosh (After Eight, Caramac, Kit Kat, Lion, Nuts, Quality Street, Rolo, Smarties) von dem Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé übernommen. In den USA gehört die Marke Smarties dem 1949 gegründeten Süßwarenhersteller Smarties Candy Company (bis 2011 Ce De Candy Inc.); bei den amerikanischen Smarties handelt es sich um Traubenzucker-Dragees mit verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:54