Markenlexikon

Skol

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Die internationale Biermarke Skol wurde 1959 von den Brauereien Allied Breweries (Großbritannien), John Labatt (Kanada), Pripp Bryggerierna (Schweden) und Unibra (Belgien) entwickelt und auf den Markt gebracht. Der Name entstand in Anlehnung an den schwedischen Trinkergruß Skål (Prost). Das Bier selbst war keine Neuentwicklung, sondern es handelte sich dabei um Graham's Golden Lager, das die schottische Brauerei Arrols of Alloa bereits seit 1927 braute. Arrols wurde später von Ind Coope aufgekauft und Ind Coope gehörte 1961 neben Tetley-Walker und Ansells Brewery zu den Gründern von Allied Breweries (später Allied-Lyons und Allied-Domecq).

1964 gründeten die beteiligten Brauereien in Hamilton auf den britischen Bermuda-Inseln das Jointventure Skol International, das Lizenzen an Brauereien in der ganzen Welt vergibt. Im Unterschied zur Coca-Cola Company, die den Coca-Cola-Extrakt zentral herstellt und an die Abfüllbetriebe in alle Welt verschickt, ist Skol ein Eigenprodukt der jeweiligen Lizenznehmer. Alle Brauereien die Skol brauen, müssen jedoch in regelmäßigen Abständen Proben an ein Labor in New York schicken, wo die Einhaltung des Original-Rezepts überprüft wird. Die Lizenzgebühren werden u.a. für die zentral gesteuerte, weltweite Werbung verwendet.

Skol (Slogan: »Mit Skol ist die Welt erfrischend«) wurde anfangs vor allem in zahlreiche Länder exportiert, die noch keine große Biertradition hatten (u.a. Elfenbeinküste, Indonesien, Tansania). Die weltweit größten Lizenznehmer sind die dänische Carlsberg-Gruppe, die die schwedische Pripp Brauerei 2000 übernommen hat, und der belgische Braukonzern AB-Inbev (Antarctica, Brahma, Budweiser, Bass Ale, Beck's, Labatt, Leffe, Stella Artois). Brahma hatte 1980 die Brauerei Cervejarias Reunidas Skol-Caracu übernommen, die Skol seit 1967 in Brasilien braute und verkaufte.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:54