Markenlexikon

Red Bull

Österreich

Der österreichische Vertriebs- und Marketingexperte Dietrich Mateschitz (* 1944), der u.a. für Unilever, Jacobs-Suchard und Blendax tätig gewesen war, kam erstmals während einer Japan-Reise mit so genannten Energy- oder Power-Drinks in Berührung, wo sie Managern dazu dienten, längere Konferenzen hellwach und konzentriert zu überstehen. Von einem – Lipovitan D, seit 1962 von der Firma Taisho Pharmaceuticals hergestellt – war er so begeistert, dass er sich daran machte, ein eigenes Getränk dieser Art zu entwickeln.

Zur Realisierung seiner Idee gründete er 1984 gemeinsam mit Chaleo Yoovidhya (1923 – 2012) und dessen Sohn Chalerm Yoovidhya, deren Firma T.C. Pharmaceutical Co. in Thailand den Energy-Drink Krating Daeng (Roter Stier) herstellte, die Red Bull GmbH. 1987 kam Red Bull zunächst in Österreich auf den Markt, 1994 folgten Deutschland und die Schweiz. Hergestellt und abgefüllt wird Red Bull bei der Rauch Fruchtsäfte GmbH in Nüziders (Vorarlberg). Die Red Bull GmbH beschäftigt sich nur mit dem Marketing.

Red Bull besteht u.a. aus Wasser, Zucker, Zitronensäure, Taurin (eine aliphatische Sulfonsäure, die als Methyl-Taurin auch Bestandteil synthetischer Waschmittel ist), Koffein (achtzig Milligramm pro 250 ml-Dose) und B-Vitaminen. Trotz des merkwürdigen Geschmacks (Gummibärchen, Hustensirup) und des hohen Preises hat sich der Power-Drink, der laut Werbung Flügel verleiht, zum bevorzugten Getränk der Jugendlichen entwickelt, die auf nächtelangen Techno-Partys durchaus eine Menge Energie brauchen. Seit 2003 gibt es auch eine zuckerfreie Variante (Red Bull Sugarfree). In Frankreich ist der Verkauf von Red Bull verboten, in Dänemark, Finnland und Norwegen wurde Red Bull wegen des Inhaltsstoffes Taurin als Medikament eingestuft.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:53