Markenlexikon

Morgan Stanley

USA

Infolge des Glass-Steagall Acts von 1933 mussten sich die Banken in den USA entscheiden, ob sie zukünftig als Geschäftsbank (Einlagen- und Kreditgeschäft, Kontoführung, Zahlungsverkehr) oder als Investmentbank (Wertpapiergeschäft) tätig sein wollen (Einführung des Trennbankensystems). Ziel dieses Banking-Acts war, den Eigenhandel der Banken zu unterbinden. Während der Bankenkrise von 1929 bis 1933 hatten die Banken wegen der engen Vernetzung der beiden Bereiche massive Verluste in beiden Geschäftsfeldern (Kursstürze, Kreditausfälle) erlitten.

J.P. Morgan & Co. entschied sich dafür, als Geschäftsbank weiterzumachen; das Investmentgeschäft wurde als eigenständige Bank abgetrennt und von Henry Sturgis Morgan (1900 – 1982), dem Sohn von John Pierpont Morgan Jr., und Harold Stanley (1885 – 1963), seit 1927 ein Partner bei J.P. Morgan & Co., weitergeführt. Um die Wettbewerbsfähigkeit US-amerikanischer Geschäftsbanken in der Globalisierung zu stärken, wurde das Glass-Steagall-Gesetz jedoch 1999 wieder aufgehoben. Kritiker sahen darin jedoch die Ursache für die Fehlentwicklung in der Finanzbranche, die 2007/2008 erneut zu einer schweren Bankenkrise führten. Anschließend wurde der Bankensektor in den USA erneut von der Regierung reguliert (Dodd–Frank Act).

2008/2009 erwarb Morgan Stanley die Investmentabteilung der Citigroup (Citigroup Global Capital Markets/Smith Barney). Seit 2008 ist die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group mit 21 Prozent an Morgan Stanley beteiligt.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:52