Markenlexikon

McCain

Kanada

Auch wenn die Franzosen gelegentlich Anspruch auf diese Erfindung erheben, gelten die Belgier gemeinhin als Erfinder der Pommes Frites. Glaubt man der Legende, so war irgendwann im 17. Jahrhundert in Öl gebackener Fisch Geburtshelfer der frittierten Kartoffelstreifen. Im Winter, wenn die Maas zugefroren war, schnitten die Einwohner von Namur Kartoffeln, die normalerweise nur als Beilage dienten, in Fischform und frittierten sie in Öl, wie sonst den Fisch. Amerikanische Soldaten brachten das Rezept nach dem 1. Weltkrieg mit nach Hause, wo die Pommes die Bezeichnung French Fries erhielten, weil die Amerikaner den französisch sprechenden Teil Belgiens nicht so recht von Frankreich unterscheiden konnten. Zum Markenprodukt wurden die frittierten Kartoffeln, als die Brüder Harrison (1927 – 2004) und Wallace McCain (* 1930) aus Florenceville (New Brunswick/Kanada) 1956 damit begannen, tiefgefrorene Pommes Frites herzustellen. Zunächst dienten sie nur für die Versorgung von Gastronomiebetrieben, später kamen sie auch in den Einzelhandel. Inzwischen werden McCains tiefgefrorene 1-2-3-Frites weltweit verkauft, in Deutschland seit 1973. McCain versorgt auch McDonald's mit Pommes Frites.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:52