Markenlexikon

Lee

USA

Henry David Lee (1849 – 1928) arbeitete zunächst einige Jahre als Buchhalter in einem Hotel in Galion/Ohio. 1862 erwarb er die Central Oil Company of Galion, die er jedoch 1886 aus gesundheitlichen Gründen an Rockefellers Standard Oil Company verkaufte. Nachdem er sich wieder erholt hatte, ging er 1889 nach Salinas/Kansas und gründete dort die Handelsgesellschaft H.D. Lee Mercantile Company, die neben zahlreichen anderen Produkten (u.a. Getreide, Möbel, Papierwaren, Nähmaterialien, Schulbedarf) auch Arbeitsbekleidung an die Farmer der Gegend verkaufte. Da er jedoch mit der Qualität der Fremdprodukte nicht zufrieden war, eröffnete er 1912 in Salinas eine eigene Fabrik zur Produktion von Arbeitsbekleidung und Uniformen für die Armee. 1915/16 errichtete er in Kansas City/Missouri und South Bend/Indiana zwei weitere Produktionsstätten. 1924 brachte Lee erstmals Hosen für Cowboys und Rodeo-Reiter auf den Markt – ab 1926 gab es sie mit dem damals noch neuen Reißverschluss. Ende der 1930er Jahre war Lee der größte US-Hersteller von Arbeitsbekleidung. 1942 bekam das Unternehmen den Namen The H.D. Lee Company Inc. Ab den 1950er Jahren produzierte die Firma hauptsächlich Freizeitbekleidung, alle anderen Aktivitäten wurden eingestellt oder verkauft. Lee betrieb zu dieser Zeit zahlreiche Fabriken in mehreren US-Bundesstaaten (California, Georgia, Kansas, Louisiana, Missouri, Texas, Virginia), außerdem in Südamerika (Brasilien), Europa (Belgien, Schottland, Spanien), Asien (Hongkong) und Australien. 1969 wurde Lee von der VF Corporation (Vanity Fair), einem Hersteller von Unterbekleidung, übernommen. Zu VF gehört seit 1986 auch der Jeans-Hersteller Wrangler.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:52