Markenlexikon

KFC (Kentucky Fried Chicken)

USA

Leon William (Pete) Harman (* 1919) betrieb Anfang der 1950er Jahre ein Schnellrestaurant in Salt Lake City/Utah. Und wie die meisten Besitzer solcher Einrichtungen suchte er ständig nach neuen Gerichten, die den Umsatz ankurbeln. 1952 traf er auf einer Gastronomie-Tagung in Chicago Harland David Sanders (1890 – 1980), einen Restaurantbesitzer aus Corbin/Kentucky, der seit 1935 den Ehrentitel »Kentucky Colonel« führen durfte. Im Gegensatz zu den meisten Hamburger-Bratern konnte Sanders richtig kochen, und während eines Besuchs in Salt Lake City gab er Harman eine Kostprobe seiner Kunst. Was Harman dort vorgesetzt bekam, war zwar auch nur ein frittiertes Hähnchen, aber dank einer speziellen Kräutermischung muss es wohl andere Gerichte dieser Art weit in den Schatten gestellt haben. Sanders verriet Harman auch das Rezept, und der begann sofort, es in seinem Restaurant auszuprobieren. Da das neue Gericht auch bei seinen Gästen gut ankam, benannte er sein Restaurant in Kentucky Fried Chicken um. Als Sanders kurze Zeit später wieder in Salt Lake City vorbeischaute, waren seine frittierten Hähnchen bereits das umsatzträchtigste Gericht auf der Speisekarte. Pete Harman überredete Harland Sanders nun, sein Gericht landesweit zu lizenzieren. Harman wurde 1954 Sanders erster Lizenznehmer. Das war die Geburtsstunde von Kentucky Fried Chicken, der heute größten Franchise-Kette für Geflügelgerichte.

KFC Restaurant
KFC Restaurant

1964 verkaufte der damals 74-jährige Sanders seine Rechte an dem KFC-Franchise-System an eine Investorengruppe. 1971 wurde der Spirituosenhersteller Heublein (Smirnoff) neuer Eigentümer, 1982 der Mischkonzern R.J. Reynolds Industries (Aminol, Camel, Del Monte, Nabisco, Salem, Sea-Land, Smirnoff, Winston) und 1986 der Getränkekonzern PepsiCo (Cheetos, Cracker Jack, Doritos, Fritos, Lay's, Mirinda, Pepsi-Cola, Pizza Hut, Ruffles, Slice, Taco Bell, Tostitos, 7-Up).

Der ungesunde Eindruck des Wortes »fried« (frittiert) veranlasste die Firma 1991 dazu, nur noch das Kürzel KFC zu verwenden. 1995 fasste PepsiCo seine Fastfood-Ketten KFC, Pizza Hut und Taco Bell unter dem Namen PepsiCo Restaurant International zusammen und brachte dieses ab 1997 als Tricon Global Restaurants firmierende Unternehmen anschließend an die Börse. 2002 wurde Tricon in Yum! Brands umbenannt (nach dem Tricon-Börsenkürzel YUM; YUM steht auch für das engl. Wort »yumyum« = lecker). Die KFC Corporation (Louisville/Kentucky) betreibt heute rund 14.000 Restaurants in über 100 Ländern. Auf dem KFC-Logo ist das Gesicht von Colonel Sanders abgebildet.

Text: Toralf Czartowski

KFC (Kentucky Fried Chicken) Logo
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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:52