Markenlexikon

K-Swiss

USA

Die Schweizer Brüder Art und Ernie Brunner, zwei begeisterte Skiläufer, wanderten 1960 nach Los Angeles aus und weil es dort in den meisten Monaten eher wenig Möglichkeiten zum Skilaufen gibt, spielten sie nun Tennis. Mit den einfachen Leinenschuhen, die die Tennisspieler damals trugen, waren sie allerdings weniger zufrieden. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als einen eigenen zu entwickeln. Das Ergebnis war 1966 der inzwischen legendäre K-Swiss Classic, der erste Tennisschuhe aus Leder, den es bis heute gibt. Dieses komplett weiße Modell hatte stoßdämpfende Innensohlen und wurde zu einem stolzen Preis von 20 Dollar verkauft (andere Tennisschuhe kosteten damal rund 8 Dollar). Die fünf Streifen, die inzwischen zu einem Markenzeichen der K-Swiss-Schuhe geworden sind, hatten ursprünglich die Aufgabe, eine zu starke Verformung des Schuhs zu verhindern. Der Markenname K-Swiss entstand aus den beiden Worten »Kalifornien« und »Swiss« (engl. Schweizer, schweizerisch). Lange Zeit machte K-Swiss überhaupt keine Werbung, sondern verließ sich ausschließlich auf Mund-zu-Mund Propaganda. Bis in die 1980er Jahren hinein funktionierte das auch ganz gut, doch als die Großen der Branche wie Adidas, Puma, Nike oder Reebok den Markt mit ihren millionenschwere Werbekampagnen aufrollten, ging der Umsatz von K-Swiss deutlich zurück. Stephen Nichols, der das Unternehmen 1986 mit Hilfe von mehrerern Investoren kaufte, erhöhte dann auch sofort das Werbebudget und startete Werbekampagnen auf verschiedenen TV-Sendern, u.a. bei MTV (Slogan: »I wear my K-Swiss, at my place with my crew, I like them white and new«). Dadurch stieg die Popularität von K-Swiss stark an, vor allem bei Jugendlichen. Inzwischen stellt die Firma mit Sitz in Westlake Village/California nicht mehr nur Tennisschuhe her, sondern auch Schuhe für andere Sportarten und vor allem sportliche Freizeitschuhe (Sneaker). Verglichen mit Nike oder Adidas ist K-Swiss jedoch ein recht kleines Unternehmen geblieben.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51