Markenlexikon

H&M

Schweden

Der Kaufmann Erling Persson (1917 – 2002) eröffnete 1947 in Västerås sein erstes Damenbekleidungsgeschäft unter dem Namen Hennes, der auf schwedisch soviel wie »für sie« oder »Ihrs« bedeutet. 1964 wurde in Norwegen der erste Laden außerhalb Schwedens eröffnet. 1968 erwarb Persson die Geschäfte des Stockholmer Jagd- und Herrenausstatters Mauritz Widforss, woraufhin das Unternehmen in Hennes & Mauritz umgetauft wurde. Das Geschäft mit den Jagdaustattungen wurde nicht weitergeführt, dafür nahm man nun auch Herren- und Kinderbekleidung in das Sortiment auf. Aufgrund der billigen Preise und der nicht selten dürftigen Qualität wird H&M gelegentlich auch »IKEA of clothing« genannt. Das hat den Gründer jedoch nicht davon abgehalten, seine Krawatten, Hemden und Sakkos stets in den eigenen Läden zu kaufen. Seit 2007 versucht H&M mit den COS-Läden (Collection Of Style) im Bereich der hochpreisigen Damen- und Herrenkonfektion Fuß zu fassen. Darüber hinaus entwarfen berühmte Mode-Designer wie Karl Lagerfeld, Stella McCartney, Roberto Cavalli oder Rei Kawakubo spezielle Kollektionen für H&M, die dann auch schon mal etwas teurer waren als die H&M-Durchschnittsklamotten (z.B. ein Cavalli-Damenkleider für 299 Euro). Das in Stockholm ansässige Unternehmen, das zwar an der Börse notiert ist, aber noch immer mehrheitlich der Persson-Familie gehört, betreibt heute rund 2000 Geschäfte in 35 Ländern. Die überwiegende Zahl der Läden gehören dem Unternehmen selbst, lediglich im Nahen Osten und in Afrika werden sie auf Franchise-Basis betrieben. H&M lässt sein gesamtes Sortiment bei über 700 Auftragsfertigern in Asien und Europa fertigen.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51