Markenlexikon

Häagen Dazs

USA

Reuben Mattus (1913 – 1994), ein Sohn jüdisch-polnischer Einwanderer, verkaufte seit seinem 17. Lebensjahr in der New Yorker Bronx Eis, anfangs von einem Pferdewagen herunter. 1959, im Alter von 47 Jahren, fiel ihm die schlechte Qualität abgepackter amerikanischer Eiskrem auf. Und weil es nur eine Möglichkeit gab dies zu ändern, entwickelte er 1961 eine eigene. Die anfänglichen drei Sorten Schoko, Vanille und Kaffee wurden unter dem skandinavisch klingenden Fantasienamen Namen Häagen-Dazs verkauft. Rose Mattus (1916 – 2006), die Frau des Gründers, erklärte den Namen 2004 in ihrer Autobiographie »The Emperor of Ice Cream« damit, dass die Juden in Dänemark schon lange vor und auch während des 2. Weltkriegs stets besser behandelt worden waren, als in vielen anderen europäische Staaten. Auf der Verpackung war allerdings eine Landkarte von Schweden abgebildet. Ab 1976 eröffnete Häagen-Dazs auch eigene Eiscafés. Anfang der 1980er Jahre kam die Häagen-Dazs-Eiskrem erstmals nach Europa (Großbritannien, Frankreich, Belgien). 1983 verkaufte der Gründer seine Firma an den Nahrungsmittelkonzern Pillsbury, der 1989 von dem britischen Mischkonzern Grand Metropolitan übernommen wurde. Aus dem Zusammenschluss von GrandMet und der Guinness-Brauerei entstand 1997 der Diageo-Konzern. Der verkaufte Pillsbury inkl. Häagen-Dazs 2001 an den US-Nahrungsmittelkonzern General Mills (Betty Crocker, Buggles, Cheerios, Gold Medal, Green Giant, Pillsbury, Softasilk, Totino's, Trix, Wheaties, Yoplait). Seit 2001 wird die Marke in den USA von Nestlé vertrieben, für alle anderen Länder ist weiterhin General Mills zuständig.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51