Markenlexikon

Gulfstream

USA

Die Grumman Aircraft Engineering Corporation (seit 1994 Northrop-Grumman Corporation), ein 1929 von Leroy Randle Grumman (1895 – 1982) in Baldwin auf Long Island/New York gegründeter Flugzeughersteller, der Flugboote, Amphibienflugzeuge und Militärflugzeuge produzierte, entwickelte 1958/59 mit der Grumman G-159 Gulfstream I (1958 – 1969) erstmals ein zweimotoriges Turboprop-Geschäftsreiseflugzeug, das zwischen 14 und 24 Passagiere befördern konnte. Das Modell, dessen Produktionsanlagen sich zunächst in Bethpage (New York) und ab 1967 in Savannah (Georgia) befanden, wurde kontinuierlich weiterentwickelt, von der strahlgetriebenen Gulfstream II (1966) über die 19-sitzige Gulfstream III (1979 – 1986) bis hin zum achtsitzigen Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeuge Gulfstream IV (1985 – 1997) und zur Gulfstream V (1995), dem ersten Businessjet, dessen Reichweite über 10.000 km liegt.

In der Zwischenzeit hatte Gulfstream mehrmals den Namen (1971 Grumman American Division, 1978 Gulfstream American Aviation Corporation, 1982 Gulftream Aerospace Corporation) und den Besitzer gewechselt (1978 American Jet Industries, 1985 Chrysler, 1990 Allan Paulson / Forstmann, Little & Co., 1999 General Dynamics Corporation).

2001 erwarb Gulfstream Aerospace die israelische Galaxy Aerospace Co. L.P., ein 1997 gegründetes Jointventure von Israel Aviation Industries (I.A.I.) und der Hyatt Hotel Corporation, das den Business Jet IAI 1125 Astra/Astra SP/Astra SPX (1984 – 2005) produzierte. Die Astra war eine Weiterentwicklung der Rockwell Jet Commander, die I.A.I. seit 1968 in Lizenz fertigte. Die Astra-Modelle wurden anschließend gemeinsam von I.A.I. und Gulfstream unter den Bezeichnungen G100/G150 und G200/G280 weitergebaut.

Aktuelle Modelle sind die Gulfstream-IV- und Gulfstream-V-Weiterentwicklungen G350/G450 und Gulfstream G550, sowie die G500 und G600.

Text: Toralf Czartowski

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Letzte Änderung der Seite: 19.05.2018 | 15:51